Neuer Meilenstein beim Zukunftsprojekt MainChange von Samson in Frankfurt: Planmäßig hat der Spezialist für Regelventile und Automatisierungslösungen für die Prozessindustrie im Sommer den Umzug vom bisherigen Stammsitz im Osten der Mainmetropole an den neuen Unternehmensstandort in Offenbach gestartet.

Als erster Bereich zog die Elektronikfertigung mit rund 200 Mitarbeitenden in eine neu gebaute Werkhalle und inzwischen werden dort schon wieder fleißig Ventile produziert. Nach und nach werden die anderen Bereiche folgen, ehe zum Abschluss des Umzugs Vorstand und die zentrale Verwaltung an die neue Adresse Samsonplatz 1 in Offenbach einziehen werden.

MainChange steht für den kompletten Neubau einer modernen, zukunftsfähigen Unternehmenszentrale mit Produktionsstätten und Verwaltung auf einem alten Industriegelände. Mehr als 400 Millionen Euro wurden dafür in die Hand genommen. Es ist das größte Innovationsprojekt in der 118-jährigen Geschichte von Samson.

Größtes Innovationsprojekt in der Unternehmensgeschichte

Das Unternehmen zählt rund 5.000 Beschäftigte weltweit, unterhält Standorte in mehr als 40 Ländern und ist bis heute im Familienbesitz. Mit dem Projekt MainChange setzt Samson ein deutliches Zeichen für den Industriestandort Deutschland und für die Region Rhein-Main. Als mittelständisches, langfristig denkendes Unternehmen bleibt Samson bewusst in der Region verwurzelt und investiert entsprechend.

Seit der Kaufentscheidung 2021 wurden Bodensanierung und Altlastenbeseitigung umgesetzt, Hallen errichtet, die ersten Maschinen aufgebaut und vieles mehr. „Und nun wird MainChange operativ“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Widl.

In den kommenden Monaten werden der Elektronikfertigung weitere Bereiche der Produktion nach Offenbach folgen, darunter auch eine eigene Galvanik. „Das ist in Deutschland keine Selbstverständlichkeit, aber wir setzen bewusst auf eine eigene Wertschöpfung, um Qualität, Umweltstandards und Lieferfähigkeit dauerhaft selbst zu garantieren“, betont Widl.

Der bisherige Standort in Frankfurt wird mit dem Rolf Sandvoss Innovation Center weiterhin erhalten bleiben. Dort bündelt Samson seine Forschung und Entwicklung sowie innovative Pilotprojekte. Insgesamt ziehen rund 2.000 Beschäftigte auf die andere Mainseite. Da die beiden Standorte nur wenige Kilometer auseinanderliegen, bleibt ihr Lebensmittelpunkt in der Region Rhein-Main. Im Rahmen eines Zukunftstarifvertrags hat das Unternehmen eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2028 ausgesprochen.

Investition in sichere Arbeitsplätze und langfristige Enwicklungschancen

Widl: „MainChange ist damit nicht nur unser größtes Transformationsprojekt, sondern auch eines mit klarer Perspektive für die Mitarbeitenden - Samson investiert nicht nur in Gebäude und Maschinen, sondern damit in zukünftige Arbeitsplätze mit langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten.“

Maja Becker-Mohr
Autorin

Maja Becker-Mohr ist für aktiv in den Unternehmen der hessischen Metall-, Elektro- und IT-Industrie sowie der papier- und kunststoffverarbeitenden Industrie unterwegs. Die Diplom-Meteorologin entdeckte ihr Herz für Wirtschaftsthemen als Redakteurin bei den VDI-Nachrichten in Düsseldorf, was sich bei ihr als Kommunikationschefin beim Arbeitgeberverband Hessenchemie noch vertiefte. In der Freizeit streift sie am liebsten durch Wald, Feld und Flur.

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