Ob beim Einstieg ins Berufsleben oder bei einer Neuorientierung: Wer in den letzten Jahren Bewerbungen verschickt hat, dem hat die gute Konjunktur zumeist in die Karten gespielt. Doch der Wirtschaftsboom ebbt nun ab. Das wird sich bald auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen.

Die Übernahmequote liegt in der M+E-Industrie zwischen 60 und 80 Prozent

Was muss passieren, damit die Arbeitslosigkeit jetzt trotzdem nicht ansteigt? Ganz entscheidend wird sein, dass die Unternehmen mit flexiblen Beschäftigungsformen auf die Krise reagieren können. Nur wenn sie Jobs befristen können, stellen Betriebe auch in Phasen, in denen die Auftragslage unsicher ist, neue Mitarbeiter ein. Für die „Neuen“ ergeben sich daraus in der Regel beste Chancen: Die Übernahmequote bei befristeten Jobs liegt in der M+E-Industrie je nach Jahr und Eignung zwischen 60 und 80 Prozent. Gerade auch für Berufsanfänger sind befristete Arbeitsverhältnisse von jeher ein effektiver Weg für den Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Mit ihrem Vorhaben, Befristungen massiv einzuschränken, ist die Bundesregierung daher auf dem Holzweg – damit würde sie Arbeitnehmern keinen Gefallen tun, sondern nur die Zahl der Arbeitslosen nach oben treiben.