Ist die Nase dicht, greifen wir einfach zum Schnupfenspray: Rein ins Nasenloch, drücken – schon sorgt das abschwellende Mittel für freies Durchatmen. Dabei kommt der Sprühkopf zwangsläufig mit der Nasenschleimhaut in Kontakt. Diese ist aber besonders bei Schnupfen mit vielen Keimen besetzt.

Konservierungsstoffe sollen verhindern, dass Keime durch den Sprühkopf in die Flasche gelangen, sich dort vermehren und bei der nächsten Anwendung zurück auf die strapazierte Schleimhaut gelangen. Allerdings können Konservierungsstoffe wie Benzalkoniumchlorid die Nasenschleimhaut schädigen.

Raffiniertes Verschlusssystem aus Kunststoff

Moderne Schnupfensprays können auf solche Inhaltsstoffe verzichten. Möglich machen es die Produktion unter aseptischen Bedingungen sowie ein raffiniertes Verschlusssystem. Das funktioniert so: Die Sprays werden in speziellen Reinräumen hergestellt. Aufwendige Technik wie besondere Lüftungssysteme und Schutzkleidung stellen die Keimfreiheit sicher. Im Reinraum wird die Lösung sauber in die Flasche gefüllt und mit dem Sprühaufsatz verschlossen. Beim Gebrauch des Mittels wiederum stellt ein eingebautes Ventil sicher, dass beim Sprühstoß nur Spray abgegeben wird – und keine Flüssigkeit oder Luft zurück in die Flasche gelangen. So lassen sich Verunreinigungen verhindern.

Wichtig: Da sich der Körper an den Effekt des abschwellenden Nasensprays gewöhnt, sollte man es nur eine Woche anwenden.

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Sabine Latorre
Leiterin aktiv-Redaktion Rhein-Main

Dr. Sabine Latorre ist spezialisiert auf Themen aus der Chemie- und Pharma-Industrie. Sie liebt es, komplizierte Zusammenhänge einfach darzustellen – so schon vor ihrer Zeit bei aktiv als Lehrerin sowie als Redakteurin für die Uniklinik Heidelberg und bei „BILD“. Nebenbei schreibt sie naturwissenschaftliche Sachbücher für Kitas und Schulen. Privat reizen sie Reisen sowie handwerkliche und sportliche Herausforderungen.

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