Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) hat die neue Stiftung Lebensgrundlagen Bayern gegründet.
  • Sie fördert nachhaltige Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität in Bayern.
  • Die Projekte stammen aus den Bereichen Bildung, Jugendhilfe, Wohlfahrt, Naturschutz, Tierschutz, Katastrophenvorsorge, Heimatpflege und Sport.

Engagement, das was bewegt. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) zeigt mit ihrer „vbw Stiftung Lebensgrundlagen Bayern“, wie das geht. Sie zeichnete ideenreiche Projekte aus, die das Leben im Freistaat nachhaltig verbessern – von Natur- und Katastrophenschutz bis Jugend- und Seniorenhilfe. Von Bildung über Heimatpflege bis hin zum Sport. Gesamtförderung: 600.000 Euro.

„Jedes einzelne der Projekte ist großartig, jedes einzelne ist wichtig“, sagte Bertram Brossardt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung und Hauptgeschäftsführer der vbw, bei der Preisverleihung.

Aus Schrott werden Leihräder für den Schulweg

Gute Ideen mit konkretem Nutzen - „solche Maßnahmen stärken auch unsere Wirtschaft“, betonte Brossardt. So wurde eine Viefalt an ökologischen, sozialen und gemeinnützigen Projekten bedacht. Alle kommen aus der Mitte der Gesellschaft und werden von Menschen in Bayern getragen. Hier einige Beispiele.

18 Projekte aus allen Regionen Bayerns wurden 2025 gefördert

Ressourcenschonung, Reparaturkultur und nachhaltige Mobilität stärkt die Fahrradwerkstatt am Bamberger Kaiser-Heinrich-Gymnasium, die einen der Förderpreise erhielt. Aus Schrotträdern machen die Jugendlichen funktionsfähige Leihräder – für einen Schulweg ohne Auto und Bus.

Einfach selber machen heißt es auch in der Offenen Werkstatt Freising, ebenso Preisträgerin. Mit den Mitteln werden gebrauchte Maschinen für die Textil- und Holzwerkstatt finanziert. Dadurch können mehr Workshops für Menschen mit geringem Einkommen oder Migrationshintergrund angeboten werden.

Damit das Essen in der Schule schmeckt

Zurück an die Schule: Das Schülerbistro „Eat and more“ der Mittelschule am Glasberg in Mömbris erhält Geld für neue Elektrogeräte. Schülerinnen und Schüler kochen täglich frisch für bis zu 60 Gäste, kümmern sich selbst um Organisation, Zubereitung, Ausgabe und Putzen. Jeder ist mal „Teamleader“ und trägt Verantwortung. Regionales und selbst Gezogenes aus dem Schulgarten wandert in den Topf.

Die Stiftung bezuschusst auch ökologische Projekte: etwa einen Mini-Wald aus klimaresilienten Arten in Ingolstadt. Er bindet viel CO2, fördert Artenvielfalt, dient so Klimaschutz und Umweltbildung. Die Wildtierrettung „Woidhoamatlieb“ im Oberpfälzer Wald, das Tauschhaus Germering und ein barrierefreier Skatepark in Abendsberg sind weitere geförderte Projekte. Soziales für Senioren ist auch dabei: Ihnen kommt der digitale „Aktivtisch“ an der Diakonie Feuchtwangen zugute, für gemeinsames Knobeln und Spielen.

Stiftungen und Nachhaltigkeit

Immer mehr Stiftungen in Deutschland richten ihre Arbeit an den Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen (UN) aus. Sie fördern Projekte, die ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stabilität verbinden. Ob Klimaschutz, Bildungsgerechtigkeit oder Armutsbekämpfung – Stiftungen übernehmen eine Schlüsselrolle, indem sie Innovationen anstoßen und Netzwerke schaffen. Auch Unternehmen und Wirtschaftsverbände wie die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft mit ihrer „vbw Stiftung Lebensgrundlagen Bayern“ sind Treiber von Nachhaltigkeit und stellen finanzielle Mittel zur Verfügung, um Projekte langfristig anzugehen. Ihr Engagement trägt dazu bei, die globalen Ziele lokal umzusetzen und nachhaltige Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft voranzutreiben.

In Schwarzenbach entsteht ein Wasserrad

Das höchstprämierte Projekt kombiniert Denkmalschutz mit Ökologie und Stadtkultur. An der Stegmühle in Schwarzenbach an der Saale entsteht ein Wasserrad als Lern- und Begegnungsort. Es liefert Trinkwasser für den Spielplatz und speist obendrein eine Feuchtwiese.

Ein Geländefahrzeug für die Feuerwehr

Nicht zuletzt kann sich die Freiwillige Feuerwehr Oberstdorf dank Stiftung ein geländegängiges Gefährt leisten. Damit erreicht sie abgelegene Täler und kann Vegetationsbrände löschen, die durch den Klimawandel häufiger auftreten.

Das ist die Stiftung Lebensgrundlagen

  • Sie wurde 2025 gegründet. Träger ist die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw).
  • Jährlich werden Förderpreise für Projekte zu ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit vergeben. Die nächste Bewerbungsrunde startet am 1. März 2026.
  • Ein Kuratorium bewertet die Einreichungen. Im Fokus stehen die Auswirkung auf Umwelt und Soziales, der langfristige Nutzen sowie Innovationskraft und die Eignung als Vorbild für andere.
Friederike Storz
aktiv-Redakteurin

Friederike Storz berichtet für aktiv aus München über Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie. Die ausgebildete Redakteurin hat nach dem Volontariat Wirtschaftsgeografie studiert und kam vom „Berliner Tagesspiegel“ und „Handelsblatt“ zu aktiv. Sie begeistert sich für Natur und Technik, Nachhaltigkeit sowie gesellschaftspolitische Themen. Privat liebt sie Veggie-Küche und Outdoor-Abenteuer in Bergstiefeln, Kletterschuhen oder auf Tourenski.

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