Der Konjunkturmotor in der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektro-Industrie läuft auch knapp ein halbes Jahr nach dem Lockdown längst nicht rund. Auch wenn Produktions- und Auftragszahlen wieder nach oben zeigen, sind wir nach wie vor in der Rezession. Die Produktionsleistung unserer Betriebe sank im Zeitraum März bis Juli 2020 um fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleiches gilt für die Kapazitätsauslastung. Diese liegt im dritten Quartal 12 Prozentpunkte unterhalb des Vergleichswertes aus dem Vorjahr.

„Die Unternehmen versuchen alles, um möglichst viele Beschäftigte an Bord zu halten“

Immerhin gibt es inzwischen erste Hoffnungsschimmer: Der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt, dass die M+E-Unternehmen im Herbst positiver in die Zukunft blicken. So fallen Geschäfts- und Exporterwartungen wieder etwas optimistischer aus. Und: Nach wie vor versuchen die Unternehmen alles, um möglichst viele Beschäftigte an Bord zu halten. Dazu beigetragen hat auch die Kurzarbeit, die in den Betrieben nach wie vor sehr hoch ist.

Vieles wird davon abhängen, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Wochen und Monate darstellt. Die Herausforderungen und Unsicherheiten sind immens: Die Entwicklung der Infektionszahlen, der Strukturwandel in der M+E-Industrie, der Brexit, die unsichere Wirtschaftslage auf den wichtigsten Exportmärkten unserer Unternehmen. Es gibt viel zu tun, da müssen wir alle gemeinsam anpacken!