Viele Unternehmen, auch aus der Kautschukbranche, haben unter den Einschränkungen während des Lockdowns stark gelitten. Und als wäre das noch nicht genug, kommen dazu exorbitante Preissteigerungen beim Kautschuk und etlichen anderen Vorleistungsprodukten.

Wir haben die Betriebe unserer Verbände gefragt: 89 Prozent der Unternehmen im Bereich Automotive sind von Materialknappheit betroffen. Zudem sind massive Kostensteigerungen der Vorprodukte von durchschnittlich 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Es sind vor allem die Autozulieferer, die unter höheren Preisen für Kautschuk und Stahl sowie steigenden Frachtraten leiden und so gut wie keinen Spielraum haben. Und die Kosten nehmen weiter zu. Allein der durchschnittliche Preis für Naturkautschuk ist weltweit innerhalb eines Jahres um über 72 Prozent gestiegen.

Naturkautschuk in einem Jahr über 72 Prozent teurer

Erste neue Entwicklungen machen gleichwohl Mut: Bosch baut eine Chipfabrik in Dresden, auch TSMC, der größte Chiphersteller der Welt, prüft einen Standort in Deutschland. Experten plädieren anstelle von „just in time“ für eine weitsichtige Lagerhaltung. Hersteller wie Armacell verstärken die Partnerschaften mit ihren Kunden.

Wir alle hoffen auf ein Umdenken nach der Krise, frei nach dem Motto: In der Not wächst das Rettende.