Maschinen sollen sich untereinander besser verstehen: Ein Ziel ist die vernetzte Baustelle
Sprachen-Wirrwarr am Bau: Der Bagger, der Betonmischer, der Kran – sie verstehen einander nicht. Grund ist die Software, die sie steuert. Sie unterscheidet sich häufig, je nach Hersteller und Baujahr. Das soll sich ändern. Ziel ist die vernetzte Baustelle.

Frankfurt. Es ist der Traum aller Bauherren: Schneller und kostengünstiger fertig werden. Möglich wäre es, wenn alle Baumaschinen noch besser zusammenarbeiten würden. Das setzt gleiche Software-Standards („Plug-and-play“) voraus. „Hier tut sich etwas“, sagt Sebastian Popp vom Maschinenbau-Verband VDMA.
Hersteller und Forscher für besseren Datenfluss
Den Datenfluss zwischen Baumaschinen beschleunigen will die noch recht junge Arbeitsgemeinschaft MiC 4.0. Ihr gehören über 100 Branchengrößen und Forschungseinrichtungen an.
In einem ersten Schritt wurde nun ein herstellerübergreifender Datenstandard für sogenannte Anbaugeräte vereinbart: Künftig sollen sich etwa Schaufel und Greifer besser mit den Baumaschinen verständigen können.
Zusätzliche Chancen eröffnet die künstliche Intelligenz. Sie kann „Übersetzer“ für unterschiedliche Maschinensprachen sein. Daran arbeitet zum Beispiel das Start-up Celonis. Im Jahr 2019 gab es dafür den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten. Inzwischen sind die Münchner Weltmarktführer in ihrem Fach.
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