Niederlande: Linie Oberhausen – Rotterdam

  • Ausbau zwischen Emmerich an der niederländischen Grenze und Oberhausen (im Bild: ein Zug in Mehrhoog), zugleich Erweiterung auf drei Gleise.
  • Diese Strecke ist Teil der wichtigen europäischen Güterverkehrslinie von Rotterdam nach Genua
  • Für den deutschen Streckenast laufen Planungen sowie vorbereitende Arbeiten. Die Verbindung auf niederländischer Seite nach Rotterdam dagegen ging bereits 2007 in Betrieb
  • Eröffnung deutscher Ast: offen
  • Kosten der deutschen Ausbaustrecke: mindestens 1,5 Milliarden Euro 

Frankreich: Linie Paris – Budapest / Bratislava

  • Aus- und Neubau von Streckenabschnitten zwischen Stuttgart und Ulm, im Rahmen der von der EU geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Paris und Budapest/Bratislava
  • 2016 ging die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris (Foto: Bahnhof Gare de l’Est) nach Straßburg in Betrieb
  • Zentrale Projekte auf deutscher Seite: die in Bau befindliche Neubaustrecke Wendlingen – Ulm sowie der Bahnhof Stuttgart 21. Während die Strecke 2022 fertig sein soll, wird für den Bahnhof derzeit das Jahr 2025 genannt
  • Kosten der Neubaustrecke: 3,7 Milliarden Euro
  • Kosten des Bahnhofs: 8 bis 10 Milliarden Euro

Schweiz: Linie Karlsruhe – Basel

  • Ausbau der Rheintalstrecke auf vier Gleise. Auf den beiden neuen Gleisen sind Spitzengeschwindigkeiten bis zu 250 Stundenkilometern möglich.
  • Die Linie ist die Zulaufstrecke für den 2016 eröffneten Gotthard-Tunnel in der Schweiz. Sie gilt als Herzstück der wichtigen Nord-Süd-Verbindung für den Güterverkehr von Rotterdam bis Genua.
  • Inzwischen sind im Rheintal 52 Kilometer Aus- und Neubaustrecke in Betrieb, die anderen Abschnitte sind in Bau (Foto: Arbeiten am abgesackten Rastatt-Tunnel 2017), oder es laufen noch die Planungen.
  • Fertigstellung: voraussichtlich 2035.
  • Kosten: 11,6 Milliarden.

Österreich: Brenner-Nordzulauf

  • Ausbau der Nordzulauf-Strecke auf vier Gleise. Momentan laufen dafür die Planungen zwischen Rosenheim (Deutschland) und Schaftenau (Österreich)
  • Kernstück ist der 64 Kilometer lange Brenner-Basistunnel in Österreich, der sich schon in Bau befindet (Foto). Er wird voraussichtlich 2027 fertig.
  • Die deutsche Strecke dürfte zwischen 2038 und 2040 eröffnet werden.
  • Kosten: Tunnel – 8,7 Milliarden Euro, Zulauf – mindestens 2,6 Milliarden Euro

Dänemark: Fehmarnbelt-Tunnel

  • Verbindung unter der Meeresenge zwischen der Insel Fehmarn in Deutschland mit Rødby auf der Insel Lolland in Dänemark.
  • 18 Kilometer langer Tunnel (Illustration) für eine zweigleisige elektrifizierte Eisenbahnstrecke und eine vierspurige Autobahn, zudem Ausbau der Zulaufstrecken
  • In Kürze sollen auf dänischer Seite die Bauarbeiten beginnen. In Deutschland hingegen liegt noch keine Genehmigung vor – hier laufen noch die Planfeststellungsverfahren.
  • Inbetriebnahme: frühestens 2028.
  • Kosten des Tunnels: 7,1 Milliarden Euro. 

Österreich: München – Freilassing – Grenze

  • Teilweise zweigleisiger Ausbau sowie Elektrifizierung der Strecke München – Mühldorf – Freilassing mit Abzweig Tüßling – Burghausen.
  • Die Strecke ist Teil der europäischen Magistrale, die bis Wien und Bratislava führen und Geschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometern ermöglichen soll
  • Der zweigleisige Ausbau von Ampfing über Mühldorf bis nach Tüßling ist bereits abgeschlossen, die Strecke hat aber noch keine Oberleitung (Foto). Der Abschnitt Freilassing – Salzburg in Österreich erhielt zudem ein drittes Gleis.
  • Baubeginn bei den verbleibenden Projekten: voraussichtlich 2027.
  • Fertigstellung: 2030er Jahre.
  • Kosten: 1,6 Milliarden Euro. 

Tschechien: Linie Dresden – Prag

  • 43 Kilometer lange neue Bahnstrecke zwischen Heideau und Ústi nad Labem in Tschechien für bis zu Tempo 200. Sie soll die alte Strecke entlang der Elbe (Foto) entlasten.
  • Kernstück: ein mindestens 25 Kilometer langer Tunnel durchs Erzgebirge.
  • Der Baustart ist noch ungewiss, ebenso die Inbetriebnahme. Die Deutsche Bahn geht von einer Bauzeit von mindestens 12 bis 15 Jahren aus.
  • Kosten: offen, da der genaue Verlauf der Strecke und damit die Länge des Tunnels noch nicht feststehen.