Ein Innovationstreiber unter traditionsreichem Dach: Hessenmetall ist weit mehr als der Arbeitgeberverband der größten Industrie in Hessen, der die Interessen von derzeit 740 Unternehmen aus der Metall-, Elektro- und IT-Industrie mit rund 130.000 Beschäftigten vertritt. Darüber hinaus ist der Verband für Arbeitgeber eine Serviceorganisation mit kompetenter Unterstützung in tarif-, arbeits- und bildungspolitischen Fragen.
Weitere Schwerpunkte setzt er bei Kommunikation, digitaler Transformation, Nachhaltigkeitsmanagement sowie Technologietransfer und bietet darüber hinaus die Netzwerk-Plattform für Arbeit 4.0.
Die Mitgliedschaft steht Firmen sowohl mit als auch ohne Tarifbindung offen – und die Anzahl der Mitgliedsunternehmen aus den unterschiedlichsten Bereichen wächst. aktiv stellt hier beispielhaft drei neue Mitglieder vor.
Den Wandel gemeinsam meistern
Als mittelständisches Hightech-Unternehmen will auch OptoTech in Wettenberg mit seinen weltweit über 550 Beschäftigten Teil des starken Netzwerks sein. Zudem sucht man den Austausch mit anderen Unternehmen.
Geschäftsführer Dr. Stefan Seifried: „Wir möchten auch unsere Perspektiven in die Verbandsarbeit einbringen, Synergien nutzen und gemeinsam die Zukunftsfähigkeit des Standorts Hessen stärken.“ Neben klassischen M+E-Unternehmen wie OptoTech und vielen anderen interessieren sich zunehmend auch sehr junge Unternehmen insbesondere aus dem Bereich der Informationstechnologien für eine Mitgliedschaft bei Hessenmetall.
Zu ihnen zählt das Start-up summetix. 2021 aus der TU Darmstadt heraus gegründet, fand es aufgrund von Empfehlungen anderer Start-ups den Weg zum Verband. CEO und Gründer Erik Kaiser: „Wir sehen großes Potenzial in der lokalen Vernetzung von etablierten Unternehmen und Start-ups, deshalb sind wir dabei.“
Ähnlich ist das beim Start-up Twinetic. Gründer und CEO Christopher Ripp: „Für uns ist Hessenmetall eine Plattform zum Austausch mit Industrieunternehmen, die Wandel als Chance und Impuls für Innovation begreifen. Zudem wollen wir nah an unseren Kundenzielgruppen sein, ihre Herausforderungen verstehen und aufzeigen, wie digitale Lösungen konkret helfen können.“
OptoTech Optikmaschinen in Wettenberg
OptoTech ist einer der weltweit führenden Anbieter von Maschinen und Verfahren für die optische Industrie und gehört seit 2018 zum Technologiekonzern Schunk Group in Heuchelheim. Die besondere Stärke liegt in der Entwicklung innovativer Technologien für die Brillenglas- und Präzisionsoptikfertigung – von der ersten Idee bis zur marktreifen Lösung.
Der Innovationsführer kombiniert jahrzehntelange Erfahrung mit einem hohen Maß an Engineering-Know-how und begleitet Kunden weltweit mit maßgeschneiderten Anlagen, die Effizienz, Präzision und Zukunftssicherheit in der Produktion ermöglichen.
Darüber hinaus ist OptoTech stark in der Automation und bei Digitalisierungslösungen für die Optikproduktion. Damit leisten die Spezialisten einen wichtigen Beitrag, um die Produktion der Kunden effizienter, flexibler und nachhaltiger zu gestalten.
Twinetic in Frankfurt
Über eine KI-basierte Energiemanagement-Software hilft Twinetic Betrieben, Energiekosten und Emissionen zu senken und regulatorische Anforderungen mit weniger Aufwand zu erfüllen. So können Energieverantwortliche Zeit gewinnen, um Effizienzmaßnahmen gezielt umzusetzen.
Die Software-Plattform bietet ein ganzheitliches Energiemanagement über alle Energieformen, von Strom, Wärme und Kälte bis zu Gas und mehr. Sie ist intuitiv bedienbar und bietet mit der interaktiven, kartenbasierten Visualisierung aus der Vogelperspektive den schnellen Überblick auf Knopfdruck.Twinetic unterstützt zudem bei der ISO-50001-Zertifizierung, indem Reporting und Kennzahlen automatisiert abgebildet werden. Ziel ist es, fehleranfällige Excel-Tabellen zu verbannen. Ergänzt wird das durch KI-Analysen. Gegründet wurde Twinetic 2023 von Richard Säuberlich, Imed Tayeche, Christopher Ripp und Rachel Maier.
summetix in Frankfurt
summetix wurde von Erik Kaiser, Dr. Johannes Daxenberger und Benjamin Schiller gegründet, um mittels künstlicher Intelligenz das Filtern von wesentlichen Informationen in großen Textsammlungen zu automatisieren. Die KI sucht in verschiedenen Kanälen mit unterschiedlicher Datenqualität, darunter Social Media, Nachrichten oder auch direktes Kundenfeedback, und erkennt stichhaltige Aussagen mit Bezug zu den zuvor eingegebenen Marken und Produkten. So können summetix-Kunden in kürzester Zeit Erkenntnisse aus allen Kanälen und zu sämtlichen Fragestellungen rund um ihre Produkte erhalten und die neu gewonnenen Erkenntnisse zu einem extrem frühen Zeitpunkt bei der weiteren Entwicklung berücksichtigen.
Gleichzeitig kann man das System nutzen, um in Verbindung mit generativen Sprachmodellen E-Mail-Texte vorzubereiten. So lassen sich komplexe E-Mails 10- bis 15-mal so schnell beantworten und die Antworten in einer Wissensdatenbank speichern.
Gemeinsam mit dem Automobilexperten Jürgen Pieper hat summetix zudem einen zukunftsweisenden Indikator für die Automobil-Industrie entwickelt, der mit hoher Trefferwahrscheinlichkeit die Entwicklung der Branche prognostizieren kann.

Maja Becker-Mohr ist für aktiv in den Unternehmen der hessischen Metall-, Elektro- und IT-Industrie sowie der papier- und kunststoffverarbeitenden Industrie unterwegs. Die Diplom-Meteorologin entdeckte ihr Herz für Wirtschaftsthemen als Redakteurin bei den VDI-Nachrichten in Düsseldorf, was sich bei ihr als Kommunikationschefin beim Arbeitgeberverband Hessenchemie noch vertiefte. In der Freizeit streift sie am liebsten durch Wald, Feld und Flur.
Alle Beiträge der Autorin










