Ein Fazit des diesjährigen Monitorings der Energiewende ist ganz klar: Die Energiepreise bleiben zu hoch. Das ist insbesondere für die Industrie im Land ein großes Problem, denn die Unternehmen verlieren dadurch an Wettbewerbsfähigkeit.

In unseren Befragungen geben regelmäßig neun von zehn Unternehmen an, dass hohe Energiekosten für sie ein Standortnachteil sind. Als Konsequenz denken sie an Verlagerung etwa der Produktion. Damit gehen bei uns gut bezahlte Industriearbeitsplätze verloren.

Fakten & Hintergründe

Die Bundesregierung muss dringend die Kosten weiter eindämmen. Die Einführung des Industriestrompreises war richtig, aber es muss mehr kommen – etwa die dauerhafte Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestniveau für alle Unternehmen. Positiv ist, dass zumindest die Strompreise für private Haushalte gesunken sind.

Weiter Tempo machen muss Schwarz-Rot beim Ausbau sowohl bei den erneuerbaren Energien als auch bei den Netzen. Das kommt Privathaushalten wie Unternehmen zugute, die zuverlässig bezahlbare Energie brauchen.

Es steht aber auch fest: Energie, die gar nicht erst verbraucht wird, verursacht keine Kosten und schont die Umwelt! Effizienz ist daher ein zentraler Hebel für das Erreichen der Klimaziele und zugleich ein Beitrag zur Standortsicherung. Das gilt umso mehr, als derzeit infolge des Iran-Kriegs eine weitere Verknappung des Öl-, Benzin- und Gasnachschubs sowie eine entsprechende Verteuerung dieser Energien zu befürchten ist.