Der seit Jahren robuste Aufschwung in der Schlüsselindustrie unseres Landes, Metall und Elektro (M+E), zeigt erkennbare Bremsspuren: Die Produktionszahlen sind rückläufig (minus 1 Prozent), die Entwicklung von Inlandsaufträgen (minus 2 Prozent) und Auslandsorders (minus 6 Prozent) werden den Trend noch verstärken. Selbst der lange Zeit robuste M+E-Arbeitsmarkt meldet statt Beschäftigungsaufbau jetzt wieder vermehrt Kurzarbeit und mancherorts auch Stellenabbau.

Eigentlich ein guter Zeitpunkt für die Politik, um hierzulande die Rahmenbedingungen für Investitionen und Innovationen nachhaltig zu verbessern. Das wäre auch dringend nötig, denn die Belastungen für Unternehmen am Standort Deutschland wiegen schwer: hohe Sozialabgaben und Steuern, teure Energie, dazu die enorme Regelungsdichte und viel zu lange Genehmigungsverfahren.

„Höchste Zeit für Deutschland, die Bremsen für Wachstum, Investionen und Arbeitsplätze zu lösen“

Während anderswo Unternehmenssteuern massiv gesenkt und die Wettbewerbsbedingungen für die Industrie spürbar verbessert werden, denkt die Politik in Deutschland allenfalls über neue Umverteilungsprojekte nach. Das muss sich jetzt schleunigst ändern, denn die Zeiten werden nicht leichter: der Brexit, internationale Handelskonflikte, dazu die Herausforderungen bei Digitalisierung, Energiewende und Mobilität. Höchste Zeit für Deutschland, die Bremsen für Wachstum, Investitionen und Arbeitsplätze zu lösen.