Germanium ist ein sprödes Halbmetall, das chemisch Silicium ähnelt, aber etwas reaktionsfreudiger ist.
Vorkommen: Es kommt in bestimmten Erzen vor und fällt als Nebenprodukt bei der Gewinnung beispielsweise von Zink an, vor allem in China, Russland, Kanada und den USA.
Verwendung: In Germanium bewegen sich die Elektronen schneller als in Silicium. Deshalb ist das Halbmetall hervorragend für Hochgeschwindigkeitselektronik geeignet, die in milliardstel Sekunden Informationen verarbeitet. Zum Beispiel im Funkteil des Smartphones, in Bluetooth-Geräten oder in Notbremssystemen.
Interessant: Bevor Silicium die Halbleiter-Industrie dominierte, wurde Germanium in den ersten Transistoren verwendet – etwa in Radios.

Barbara Auer berichtet aus der aktiv-Redaktion Baden-Württemberg vor allem über die Chemieindustrie. Nach dem Studium der Sozialwissenschaft mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre volontierte sie beim „Münchner Merkur“. Wenn Barbara nicht für aktiv im Einsatz ist, streift sie am liebsten durch Wiesen und Wälder – und fotografiert und filmt dabei, von der Blume bis zur Landschaft.
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