Dinkelsbühl. Weihnachten kann kommen. Das Unternehmen Rommelsbacher aus Dinkelsbühl (90 Mitarbeiter) hat vorgearbeitet – und erleichtert damit vielen Hobbyköchen die Zubereitung des Festmenüs. Vom dreistöckigen Dampfgarer bis zur Warmhalteplatte für die Weihnachtsgans: Viele elektrische Kleingeräte, die in der Küche helfen, wurden im Sommer produziert – damit alles rechtzeitig fertig ist.

Der Familienbetrieb begann vor rund 90 Jahren mit der Fertigung von Kochplatten. Dazu kommt heute viel Praktisches zum Zubereiten und Haltbarmachen von Speisen und Getränken.

„Bestseller in der kalten Jahreszeit sind Raclettes und Fondues“, berichtet Marketingleiter Thomas Alter. Das Design ist durchdacht. Bis zu drei Raclettegeräte lassen sich per Kabel verbinden, passen sich so Tischform und Zahl der Gäste an. Noch ein Extra steckt im Gerät: ein Parkdeck für heiße, unbenutzte Pfännchen.

Knapp eine Million Kleingeräte verlassen das Werk im Jahr. Eine der Kernkompetenzen ist Hitze und Kochen, dafür steht die rote Heizspirale im Schriftzug. Das Sortiment reicht von der kleinsten Automatik-Kochplatte der Welt – Durchmesser zwölf Zentimeter – bis zum Hightech-Induktionsfeld aus Edelstahl.

 

Einfach Eintauchen: Fondue geht auch mit Schokolade. 

Praktisch: In der unteren Etage des Raclettegeräts steckt ein Parkdeck für heiße, unbenutzte Pfännchen. 

Beliebtes Produkt: Mit Heizplatten ist das Unternehmen groß geworden. 

Mini: Montage der kleinsten Kochplatte der Welt. 

Vormontage: Eine Menge Kleinteile werden für die Kochplatten zusammengefügt. 

Handarbeit: Hier werden die Glasplatten auf die Ceran-Kochfelder geklebt. 

Made in Dinkelsbühl: Der Heizdraht wird im Werk gewickelt. 

 

Fast alle Komponenten werden im Werk gefertigt, die Montage ist zum Großteil Handarbeit. So kann der Hersteller Sonderanfertigungen bedienen, etwa für Seniorenwohnheime. Auch die australische Eisenbahn vertraut auf das Know-how aus Franken: Mit den im Führerstand verfügbaren 400 Volt Spannung brühen sich die Lokführer auf langen Strecken Kaffee. Die Gehäuse der Geräte sind „made in Dinkelsbühl“, werden hier gestanzt und gepresst, an die 500 Werkzeuge hält die Firma vor, auch Thermostate werden selbst gefertigt. Spritzgussteile bezieht man aus dem Nachbarort, Gussplatten ebenfalls aus Deutschland.

„Wir bekennen uns zum Standort“, sagt Geschäftsführerin Sigrid Klenk. Sie hat kürzlich 7 Millionen Euro in einen Neubau und die Erweiterung des Firmensitzes investiert.

Die Fritteuse gart die Pommes mit Heißluft – ganz ohne Fett

Selbermachen und gesundes Kochen lägen im Trend, so die Enkelin des Gründers weiter. Etwa Pommes aus der Heißluftfritteuse (ohne Fett!) oder Himbeersorbet aus der eigenen Eismaschine: Das kann man schon nach 20 Minuten schlecken!