Das Wichtigste auf einen Blick:
- Sophie Engelsberger hat zwei kleine Kinder und arbeitet bei ebm-papst als Produktmanagerin
- Das Entgegenkommen und Vertrauen des Arbeitgebers machen ihr den Spagat zwischen Job und Familie leichter
Zwei kleine Kinder haben und nebenbei noch 30 Stunden in der Woche arbeiten – das ist eine echte Herausforderung. Aber Sophie Engelsberger (41) packt das. Das liegt zum einen an ihrem Mann, der ebenfalls beruflich etwas kürzertritt, um Zeit für die Familie zu haben. Aber auch an ihrem Arbeitgeber ebm-papst, einem Hersteller von Luft- und Heiztechnik.
„Familienfreundlichkeit wird bei uns aktiv gelebt“
„Bei uns im Unternehmen ist es kein Makel, sich um seine Familie zu kümmern“, sagt die Produktmanagerin am Standort Landshut.
„Familienfreundlichkeit steht bei uns nicht nur auf irgendwelchen Papieren oder in Firmenleitlinien, sondern wird aktiv gelebt – bei der oberen Führungsebene angefangen.“ Bei einem früheren Job habe sie oft das Gefühl gehabt, es niemandem recht machen zu können, so Engelsberger. „Das ist hier nun völlig anders.“
Vertrauen des Arbeitgebers ist ein riesiger Motivationsschub
Was der Mutter im Alltag massiv hilft, sind frei wählbare Arbeitszeiten. „Auch die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten ist ein Segen“, sagt sie. Denn all das schaffe die nötige Flexibilität. „Selbst wenn ein Kind tagsüber krank wird, kann ich notfalls heim – und wichtige Dinge dann noch abends machen.“
Dass Engelsberger von ihrem Arbeitgeber so viel an Vertrauen entgegengebracht wird, ist für sie ein riesiger Motivationsschub. „Ich bin sehr dankbar, dass das hier alles geht“, sagt sie. „Und je mehr man das Gefühl hat, dass einem der Arbeitgeber entgegenkommt, desto mehr kommt man auch ihm entgegen.“

Michael Stark schreibt aus der Münchner aktiv-Redaktion vor allem über Betriebe und Themen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie. Darüber hinaus beschäftigt sich der Volkswirt immer wieder mit wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen. Das journalistische Handwerk lernte der gebürtige Hesse als Volontär bei der Mediengruppe Münchner Merkur/tz. An Wochenenden trifft man den Wahl-Landshuter regelmäßig im Eisstadion.
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