Die aktuelle Konjunkturumfrage von METALL NRW bestätigt, was viele Betriebe und ihre Beschäftigten erleben: Die Metall- und Elektro-Industrie in NRW steht weiterhin massiv unter Druck. Nur wenige Unternehmen bewerten ihre wirtschaftliche Lage als gut. Die Produktion liegt deutlich unter Vorkrisenniveau, die Auftragslage ist dürftig. Zahlreiche Betriebe kämpfen mit schwachen Erträgen.

Aus etlichen Gesprächen weiß ich jedoch auch, dass sehr viele Unternehmer trotz der aktuellen Krise an ihren Standorten und der Qualifizierung der Mitarbeiter festhalten. Und dass laut der Umfrage nahezu drei Viertel der Unternehmen weiterhin junge Leute ausbilden, ist ein starkes Signal für Vertrauen in die Zukunft. Die Menschen in den Betrieben sind und bleiben das Rückgrat unserer Industrie.

Und immerhin: Die Zahl der Unternehmen mit skeptischer Erwartungshaltung hat sich ein wenig verringert. Umso entscheidender ist es, dass die Politik die richtigen Weichen stellt. Wir müssen wieder wettbewerbsfähiger werden – durch bezahlbare Energie, weniger Bürokratie und langfristig verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen. Daneben brauchen wir endlich eine nachhaltige Reform der Sozialversicherungssysteme, damit mehr Netto vom Brutto bei den Beschäftigten ankommt und Arbeit bezahlbar bleibt. All dies ist nicht nur wichtig für unsere heimischen Standorte, sondern auch die Basis für gute und zukunftsfähige Arbeitsplätze.