Die EU ist Bayerns wichtigster Exportmarkt
Zollschranken in den USA, Protektionismus in China: Wichtige Weltmärkte stehen für Bayerns Waren nur noch mit größeren Hürden offen. Doch Ausfuhren nach Europa gleichen die wegbrechenden Märkte aus.

Das Wichtigste auf einen Blick:
- Bayerns Industrie ist stark exportabhängig. Die EU ist mit über der Hälfte aller Exporte der wichtigste Absatzmarkt ist, weit vor den USA und China.
- Trotz geopolitischer Unsicherheiten bleibt das Exportgeschäft stabil: Rückgänge in Richtung USA und China wurden durch wachsende EU-Exporte ausgeglichen.
- Polen hat sich als dynamischer Markt etabliert, mit mehr als verdoppelten Ausfuhren dorthin seit 2015.
Bayerns Industrie lebt vor allem auch vom Export. Fast 60 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaften die Unternehmen im Ausland. Das gilt nach wie vor, auch wenn sich die politische Lage auf den Weltmärkten in den vergangenen Jahren gewandelt hat, etwa durch Handelsbeschränkungen Chinas oder die Zollpolitik der USA, die auch bayerische Waren hart trifft.
121,7 Milliarden Euro erwirtschafteten Bayerns Exporte in die EU 2025
Quelle: vbw
Tatsächlich ist der Hauptmarkt für bayerische Produkte viel näher als Fernost oder Nordamerika: Mehr als die Hälfte der Waren geht in Länder der Europäischen Union. Dies zeigt erneut eine aktuelle Studie der Beratung IW Consult im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw).
Polen wird wichtiger Handelspartner für bayerische Exporte
So ermittelten die Experten, dass im vergangenen Jahr zwar deutlich weniger Waren in Richtung USA und China flossen, die Exporte in EU-Länder diesen Verlust aber ausgeglichen haben. Zudem legten bayerische Exporte in EU-Länder im vergangenen Jahrzehnt mehr zu als in andere Regionen.

Österreich, Frankreich und Italien sind traditionell die wichtigsten EU-Absatzmärkte des Freistaats. Viel Dynamik steckt laut Studie aber auch in Polen: Die Ausfuhren dorthin haben sich seit 2015 mehr als verdoppelt.
Fast die Hälfte aller bayerischen Exportwaren kommen aus der Metall- und Elektro-Industrie, vor allem aus der Kraftfahrzeugbranche und dem Maschinenbau. Aber auch der sonstige Fahrzeugbau hat seine Exporte in die EU seit 2015 verdoppelt. Zu diesem Bereich zählen Luft- und Raumfahrt sowie Teile der Verteidigungs-Industrie.
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