Der „Kommunale Finanzreport 2019“ der Bertelsmann-Stiftung bringt die Armut von Städten und Kreisen ans Licht (vgl. Tabelle unten). Laut der Studie betrug der bundesweite Durchschnitt der kommunalen Steuereinnahmekraft im Jahr 2017 pro Einwohner 1.246 Euro. 266 der insgesamt 397 Kommunen liegen unter diesem Mittelwert.

Von den 40 steuerschwächsten Kommunen liegen 36 in den neuen Bundesländern, darunter alle zehn ärmsten. In Ostdeutschland finden sich nur zwei steuerstarke Kreise, während in Bayern und Baden-Württemberg kein einziger steuerschwacher auftritt. Das mag nicht weiter überraschen, sind diese Bundesländer schließlich bekannt für eine sehr gut laufende Wirtschaft und hohe Einkommen.

Studie: Mansfeld-Südharz ist der ärmste Kreis, Halle an der Saale die ärmste kreisfreie Stadt Deutschlands

Schlusslicht bildet der Kreis Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt) mit seinen 22 Gemeinden wie der Lutherstadt Eisleben. In dem Kreis ist das Steueraufkommen sieben Mal schwächer als in der reichsten Kommune.

Diese verbuchte im Jahr 2017 Steuereinnahmen in Höhe von 3.816 Euro pro Einwohner. Wo liegt dieser Spitzenverdiener – in Baden-Württemberg, Bayern oder vielleicht Hessen? Hier auf aktiv-online.de verraten wir Ihnen die reichsten Städte und Kreise Deutschlands.

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In der folgenden Tabelle sehen Sie die zehn steuerschwächsten Kommunen. Eine vollständige Übersicht (PDF-Dokument) zur Steuereinnahmekraft aller 397 Städte und Kreise können Sie hier kostenlos downloaden.
 

RangKommuneKommunaltypBundeslandSteuern je Einwohner (Euro)
1Mansfeld-SüdharzKreisSachsen-Anhalt564
2Halle (Saale)StadtSachsen-Anhalt628
3Altenburger LandKreisThüringen631
4Stendal KreisSachsen-Anhalt633
5KyffhäuserkreisKreisThüringen637
6GörlitzKreisSachsen644
7Vorpommern-GreifswaldKreisMecklenburg-Vorpommern650
8Elbe-ElsterKreisBrandenburg653
9NordhausenKreisThüringen659
10ErzgebirgskreisKreisSachsen667