Die Metall- und Elektro-Industrie befindet sich in einer herausfordernden Lage. Zum einen hat die Corona-Pandemie das Tempo der strukturellen Umbrüche in unseren Branchen noch einmal erhöht. Zum anderen gibt die Rezession zusätzlich Druck auf den Kessel.

Die Märkte im Ausland müssen wieder in Gang kommen

Zwar gibt es hier und da erste Zeichen einer Besserung. Wie nachhaltig diese sind, ist allerdings noch nicht absehbar. Erfreulich ist, dass durch den Einsatz von Kurzarbeit bisher größere Arbeitsplatz-Verluste verhindert werden konnten. Wie schon in der Finanzkrise 2009 versuchen unsere Betriebe, so lange es wirtschaftlich möglich ist, so viele Beschäftigte wie möglich an Bord zu halten.

Ob dies auch weiterhin gelingt, hängt auch davon ab, wie sich die Infektionszahlen entwickeln. Außerdem muss sich die Nachfrage nach unseren Produkten wieder nachhaltig stabilisieren. Darum schauen wir vor allem nach Europa, nach China und in die USA – denn die Hälfe des Umsatzes erzielt unsere Branche im Ausland. Wenn die Märkte dort wieder in Gang kommen, bin ich zuversichtlich, dass wir die tiefe Rezession ohne die schlimmsten Blessuren überstehen.