Berufsschule: Neuer Ausbildungsweg mit mehr Praxis für Lehrkräfte
Der neue triale Studiengang Wirtschaftspädagogik vermittelt mehr Praxis im Studium. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft fördert dazu das Modellprojekt „WiPäd trial“.
Das ist ja ganz anders! Diesen „Praxisschock“ erleben häufig angehende Lehrerinnen und Lehrer, die erst im Referendariat feststellen, wie ihr künftiger Berufsalltag aussehen wird – und springen ab. Das ist bitter, weil Lehrermangel herrscht, auch an Bayerns Berufsschulen. Das Modellprojekt „WiPäd trial“ bringt deshalb von Anfang an mehr Praxisnähe in die Lehrerausbildung. An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) startete dazu zum Wintersemester der triale Studiengang Wirtschaftspädagogik. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) hat ihn gemeinsam mit dem Bayerischen Kultusministerium, dem Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Beruflichen Schulen und der FAU ins Leben gerufen.
Von Beginn an gehören vergütete Praxiseinsätze zum Studium. Erfahrene Lehrkräfte betreuen die Studierenden, die zunehmend mehr Verantwortung bis hin zum eigenständigen Unterrichten übernehmen. Die Verzahnung von Theorie und Praxis ermöglicht es, die Zeit bis zum Master von sieben auf sechs Jahre zu verkürzen, ohne Abstriche bei Inhalt und Qualität.
Im Bachelor sind die Studierenden neben den Lehrveranstaltungen pädagogische Unterstützungskraft, zu Beginn des Masters als Aushilfslehrer, gegen Ende als Referendare tätig. Aktuell nehmen 17 Studierende teil, es gibt maximal 30 Plätze pro Jahr.
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