Volle Hallen, gute Gespräche, vielversprechende Kontakte für Praktikum oder Ausbildungsplatz – die Saison der Ausbildungsmessen in der Region ist, auch dank guter Vorbereitung an den Schulen, erfolgreich zu Ende gegangen. Die großen Veranstaltungen haben ihre Anziehungskraft nicht verloren: Um auf sich aufmerksam zu machen, sind sie nach wie vor ideal – so hört man es aus den Unternehmen.
MAV vermittelt Kontakte zu den Unternehmen
Die Zahl der Schulen, die parallel auf kleinere Formate setzen, steigt jedoch. Und trotz des erhöhten Aufwands nutzen auch die Unternehmen diese Veranstaltungen in der Pausenhalle zunehmend. In vertrauter Umgebung ermöglichen sie mitunter einen intensiveren Austausch mit den Jugendlichen.
Umgekehrt kann der Nachwuchs bei einem Schulbesuch im Betrieb noch direkter angesprochen werden: ein spannender Ausflug für die Schülerinnen und Schüler, die sich ein konkretes Bild von Arbeitsplätzen in der Industrie machen können. So schaute zuletzt eine Gruppe der Hauptschule Letmathe bei thyssenkrupp Hohenlimburg vorbei.
Der Märkische Arbeitgeberverband (MAV) hilft bei der Vermittlung solcher Kontakte. Er organisiert auch die Besuche des M+E-InfoTrucks in der Region, Unternehmen vor Ort unterstützen dabei mit ihren Azubis: Allein im September hat die rollende Berufs-Info an sieben Stationen gehalten.
Nicht nur Jugendliche, sondern auch Eltern sind bei den Tagen der offenen Tür angesprochen, auf die ebenfalls immer mehr Unternehmen setzen. Infos über die Ausbildung, praktische Übungen, Rundgänge durch den Betrieb – in wenigen Stunden gibt es ein Komplettpaket. Eltern von Schülern der Hauptschule Letmathe werden dieser Tage bei thyssenkrupp erwartet.
Die Eltern einzubeziehen – das versuchen die Veranstalter der großen Messen seit Jahren. Bei „Karriere im MK“ will man aber künftig auf die vorgeschalteten Elternabende verzichten, die Resonanz war zuletzt zu gering. Dafür soll der gut angenommene Messenachmittag gestärkt werden.
Come-together der Aussteller kam gut an
Gut gelaufen ist auch die Erweiterung der Ausbildungsmesse im Ennepe-Ruhr-Kreis, die an zwei Standorten stattfand. In Witten gab es Kreativstationen, um lockerer mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. In Schwelm wurden zum ersten Mal auch Arbeitssuchende und Quereinsteiger angesprochen. Im kommenden Jahr werde es weitere Veränderungen geben, war schon im Vorfeld zu hören.
Aktuell laufen bereits Bilanz- und Vorbereitungsgespräche. Der MAV wird sich dabei wieder einbringen. Fest steht bereits: Das erstmals während der „Karriere im MK“ angebotene Come-together der ausstellenden Firmen, gesponsert durch den MAV, wird wiederholt.

Die studierte Politikwissenschaftlerin und Journalistin ist für aktiv vor allem im Märkischen Kreis, in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis unterwegs und berichtet von da aus den Betrieben und über deren Mitarbeiter. Nach Studium und Volontariat hat sie bei verschiedenen Tageszeitungen gearbeitet und ist seit vielen Jahren als freie Journalistin in der Region bestens vernetzt. Privat ackert und entspannt sie am liebsten in ihrem großen Garten.
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Nach seiner Redakteursausbildung absolvierte Stephan Hochrebe das BWL-Studium an der Universität zu Köln. Zu aktiv kam er nach Stationen bei der Funke-Mediengruppe im Ruhrgebiet und Rundfunkstationen im Rheinland. Seine Themenschwerpunkte sind Industrie und Standort – und gern auch alles andere, was unser Land am Laufen hält. Davon, wie es aussieht, überzeugt er sich gern vor Ort – nicht zuletzt bei seiner Leidenschaft: dem Wandern.
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