Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Als angehende Kauffrau für Marketingkommunikation lernt Charlotte Bilir bei BECHEM in Hagen etliche andere Abteilungen kennen.
  • Schon im ersten Ausbildungsjahr setzt sie eigene Projekte um.
  • Zu digitalem Marketing gehören bei BECHEM Video-Drehs und ein eigenes kleines Studio.

Etwas verkaufen, was überall gebraucht wird, aber keiner sieht? Was auch nicht wirklich sexy ist? Das ist eine Herausforderung, der sich Charlotte Bilir mit Begeisterung stellt.

Im August 2025 startete sie in die Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation bei Carl Bechem in Hagen. Das Unternehmen, 1834 als erste deutsche Ölfabrik gegründet, ist führend in der Produktion hochwertiger Spezialschmierstoffe und Metallbearbeitungsmedien. Das ist weit weg von der Werbung, für die sich die 20-Jährige schon lange interessierte. „Eine technologische Branche habe ich nicht unbedingt gesucht“, erzählt sie. Aber klar war: Nach dem Abitur wollte sie praktisch arbeiten. BECHEM lernte sie durch die Recherche im Internet kennen – und war begeistert.

Digitales und klassisches Marketing ergänzen einander

Mit Schmierstoffen kennt sich die angehende Marketingfachfrau inzwischen aus. Zur Ausbildung bei BECHEM gehört es nämlich, in andere Abteilungen hineinzuschauen. „Es ist ganz wichtig, zu sehen, wie die Produkte hergestellt werden, und die Abläufe kennenzulernen“, sagt Charlotte Bilir: „Man muss sehen, was man vermarktet.“

„Es ist ganz wichtig zu sehen, wie die Produkte hergestellt werden, und die Abläufe kennenzulernen“ 

Charlotte Bilir, angehende Kauffrau für Marketingkommunikation, BECHEM

Ihr Wissen hat sie schon in eigenen kleinen Projekten wie Produktbroschüren und Flyern umsetzen können. „Aber wir vermarkten ja nicht nur die Produkte, sondern auch das Unternehmen“, sagt sie. Messen und Events, Pressearbeit und Außenwerbung, Social Media, Website und Aufbereitung der Produktdaten: Die Aufgaben des Marketingteams sind vielfältig.

Gedrucktes steht neben bewegten Bildern. Für Letzteres gibt es ein eigenes kleines Studio. „Man hört von vielen neuen Dingen, lernt immer was dazu“, sagt Charlotte Bilir: „Der Austausch im Team ist toll.“ Aktuell arbeitet sie an „Carl“ mit, dem Kundenmagazin, das einmal im Jahr erscheint. „Es ist ein großes Projekt, etwas Besonderes“, sagt sie: „Das macht mir sehr viel Spaß.“

3 Fragen an Charlotte Bilir

Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?
Für Medien und Werbung habe ich mich schon immer interessiert. Das wollte ich dann auch zum Beruf machen.

Was reizt Sie am meisten?
Die Vielfältigkeit der Aufgaben und dass ich, im Austausch mit dem Team, selbstständig arbeiten kann.

Worauf kommt es an?
Man muss kreativ sein und auch mal um die Ecke denken können. Und immer etwas Neues lernen wollen.

Mit eigenen Beiträgen auf Linkedin unterwegs

Auf Linkedin hat sie ein eigenes Profil – auf Englisch, das liegt ihr und passt zum Unternehmen mit mehr als 700 Mitarbeitenden weltweit. „Check it out with Charlotte“ heißt eine Beitragsreihe. Eine zweite ist in Arbeit. „Ihre Ideen“, lobt Ausbilder Mike Schumacher. Er ist überzeugt, dass seine Auszubildende spätestens in zwei Jahren Kampagnen komplett selbst aufstellt. Es läuft!

Mehr Infos zur Ausbildung bei BECHEM: bechem.com/de/karriere.html

Was gibt es für Schmierstoffe?

Die weitaus meisten Schmierstoffe kommen in Autos zum Einsatz. Auch in der Industrie mindern sie beispielsweise Reibung, Verschleiß und Überhitzung. Schmierstoffe basieren meist auf Öl. Es gibt sie in verschiedenen Formen. In aller Regel sind sie flüssig oder halbfest. Wie der Verband der Schmierstoffindustrie berichtet, wirken sich Veränderungen in Mobilität und Industrie deutlich auf die Anforderungen an die Schmierstoffe aus. Je weniger spritgetriebene und je mehr E- oder Hybrid-Autos auf den Markt kommen, umso öfter werden spezielle Schmierstoff-Eigenschaften gefragt: unter anderem zur Kühlung von Hochvolt-Batterien oder zur Geräuschdämpfung in elektrischen Achsen. 

In der Industrie, etwa dem Maschinenbau, steigt der Bedarf an Schmierstoffen, die die Wartungsintervalle verlängern und Hightech-Ansprüchen gerecht werden. Automatisierte Dosiersysteme sollen den Verbrauch optimieren. Zudem sind biologisch abbaubare Schmiermittel willkommen. Die Schmierstoff-Industrie versucht nach eigenen Angaben, sich zukunftsfähiger aufzustellen: Dazu zählen Investitionen in nachhaltige Basisöle für Schmierstoffe, die beispielsweise aus erneuerbaren Rohstoffen entstehen.

Hildegard Goor-Schotten
Autorin

Die studierte Politikwissenschaftlerin und Journalistin ist für aktiv vor allem im Märkischen Kreis, in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis unterwegs und berichtet von da aus den Betrieben und über deren Mitarbeiter. Nach Studium und Volontariat hat sie bei verschiedenen Tageszeitungen gearbeitet und ist seit vielen Jahren als freie Journalistin in der Region bestens vernetzt. Privat ackert und entspannt sie am liebsten in ihrem großen Garten. 

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