Wir beobachten in der Metall-, Elektro- und Kautschuk-Industrie seit Herbst 2018 eine nachlassende Einstellungsbereitschaft bei den Arbeitskräften. Dieser Abwärtstrend hat sich deutlich verschärft. Unsere Branche und hier besonders Autoindustrie und Maschinenbau sowie deren Zulieferer werden als Jobmotor auf absehbare Zeit kaum mehr in Erscheinung treten.

Wie tief wir fallen, kann im Augenblick niemand sagen

Es ist nicht so, dass die Personalabteilungen die Suche nach Arbeitskräften eingestellt haben. Es werden weiterhin Softwareentwickler, Wirtschaftsingenieure und Informatiker gesucht. Aber die Zeiten, in denen man aus Sorge vor dem demografischen Wandel nahezu jede qualifizierte Fachkraft eingestellt hat, sind erst einmal vorbei.

Die derzeit schwierige wirtschaftliche Entwicklung in großen Teilen unserer Industrie und vor allem in der Auto-Industrie lässt sich mit einer Badewanne vergleichen: Wir haben gerade den oberen Beckenrand verlassen – und es geht deutlich runter. Wie tief wir fallen werden, kann im Augenblick niemand sagen. Und wie breit und wie tief die Wanne sein wird, wissen wir auch nicht. Und ob der Beckenrand auf der anderen Seite überhaupt wieder so hoch sein wird wie der, von dem wir gerade kommen, ist ebenfalls fraglich.