Die anhaltend schlechte Wirtschaftslage macht sich auch in der Ausbildung bemerkbar: Die Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie haben 2025 weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr. Für den Ausbildungsstart im Herbst 2026 erwarten sie einen weiteren Rückgang.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass im Freistaat weiterhin viele Türen offen stehen: Rechnerisch kommen auf jede Bewerberin oder jeden Bewerber branchenübergreifend etwa 1,5 Ausbildungsplätze. Nach wie vor sind der Mangel an Bewerbungen sowie geeigneten Kandidaten mit die stärksten Gründe, warum Firmen weniger ausbilden.
Klar ist: Nachwuchsgewinnung ist und bleibt ein zentrales Thema für die Betriebe. Das zeigt die nach wie vor sehr hohe Übernahmequote: Neun von zehn Azubis werden trotz schwieriger Konjunkturlage übernommen, größtenteils sogar unbefristet. Zudem bemühen sich die Unternehmen, potenzielle Interessenten frühzeitig auf sich aufmerksam zu machen, bieten etwa Praktikumsplätze an und helfen so bei der Berufsorientierung.
Gleichzeitig wird die Ausbildung noch moderner: Tools wie künstliche Intelligenz kommen vielerorts zum Einsatz. Das bereitet den Nachwuchs auf die digitalen Herausforderungen vor. Gerade die Industrie arbeitet an spannenden Zukunftstechnologien etwa bei Energie, Mobilität und Verteidigung: Es lohnt sich also nach wie vor, dort einzusteigen!




