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Experten-Interview

Zukunftstechnologien: China entwickelt sich rasant

BMW übernimmt als erster deutscher Autobauer die Mehrheit an einem Joint Venture in China. Wird das Land jetzt marktoffener? „Nein“, so die Antwort eines Experten. Welche Strategie China verfolgt, erfahren Sie hier.

Foto: Merics

Foto: Merics

Berlin. BMW kann erstmals die Mehrheit an einem Joint Venture in China übernehmen. BASF darf dort ein milliardenschweres Werk bauen. Sind das Signale dafür, dass China sich öffnet, marktwirtschaftlicher wird? AKTIV fragte Max Zenglein vom Mercator Institute for China Studies.

Spielt China jetzt tatsächlich fairer als bisher?

Es gibt Bereiche, in denen China sich öffnet. Aber immer nur dann, wenn es den eigenen Interessen nützt. Das ist auch im Fall von BMW und BASF nicht anders.


Also keine flächendeckende Marktöffnung?

Ich denke nicht. Peking sucht zwar immer wieder gezielt Partner aus dem Ausland. Aber es werden auch Konkurrenten – nichtchinesische Unternehmen – aus dem heimischen Markt gedrängt. China verfolgt eine sehr ambitionierte industriepolitische Strategie.

Wie sieht die aus?

Das Land arbeitet daran, ausländische Firmen und ihr Know-how zu ersetzen. Zum Beispiel den deutschen Maschinenbau. Und China will in Zukunftstechnologien weltweit führend werden, etwa bei der künstlichen Intelligenz.

Wie schafft China das?

Indem es die eigenen Firmen staatlich enorm unterstützt, können sich ganze Branchen viel schneller entwickeln als bei uns! Wir sind durchaus überrascht, mit welchem Tempo das vorangeht.

Ist das für den Standort D besorgniserregend?

Noch nicht. Aber man muss eben wissen, dass China nicht nur mit einem riesigen Markt lockt – sondern immer mehr zu einem starken Konkurrenten auf globalen Märkten wird.

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