Impulse für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik

Zukunftsrat empfiehlt: So bleibt der Wirtschafts- und Technologiestandort Bayern spitze

München. Bayerns Wirtschaft muss sich breiter aufstellen und die Digitalisierung vorantreiben. Das ist eine zentrale Empfehlung des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft.

Um Impulse zu geben für wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit, war der Zukunftsrat 2014 gegründet worden: auf Initiative des Präsidenten der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), Alfred Gaffal. Er und Professor Wolfgang Herrmann, Präsident der TU München, leiten das Gremium, das mit führenden Vertretern aus der Wissenschaft besetzt ist.

Bei dem von der vbw ausgerichteten Kongress „Was Bayern morgen braucht“ versprach Ministerpräsident Horst Seehofer vor rund 800 Besuchern, die Empfehlungen des Zukunftsrats „mehr als eins zu eins“ umzusetzen. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zögen an einem Strang. Bestehende Förderprogramme würden auf den Prüfstand gestellt und wenn nötig angepasst.

Gaffal befand, Bayern sei technologisch und wirtschaftlich spitze: „Doch die gute Ausgangslage ist kein Garant für eine erfolgreiche Zukunft.“ Angetrieben von der Digitalisierung veränderten sich Geschäftsmodelle und Gesellschaft rasant. Globalisierung, demografischer Wandel, Energie- und Klimafragen seien weitere Herausforderungen, die es zu meistern gelte.

Basis für die Empfehlungen ist die Studie „Bayerns Zukunftstechnologien“, erstellt vom Prognos-Institut im Auftrag der vbw. Der Freistaat, heißt es darin, sei gut aufgestellt. Konkreter Handlungsbedarf bestehe aber bei der IT, in der Luft- und Raumfahrt, bei intelligenten Verkehrssystemen und beim Thema Gründerkultur. Generell gelte es, Grenzen zwischen Branchen und Technologien zu überwinden.

Forschung und Produktion, sie befördern sich gegenseitig, betonte Gaffal: „Wichtig ist, dass es uns gelingt, globale Trends in der Wertschöpfung am Standort zu verankern.“


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