Themen-Special: Standort Bayern

Zugpferd lahmt: China-Geschäft bricht ein

Container-Hafen Schanghai: China ist der zweitwichtigste Auslandsmarkt. Foto: Reuters

München. Die Schwäche des Giganten China – nun zeigt sie sich auch in Bayerns Metall- und Elektroindustrie (M+E). Um satte 13 Prozent ist unser Export ins Reich der Mitte geschrumpft!

Das steht im neuen Konjunkturreport der M+E-Arbeitgeberverbände bayme und vbm. Verglichen wurden die Zahlen für das jeweils erste Halbjahr 2015 und 2014. China ist nach den USA der zweitgrößte Auslandsmarkt für die Betriebe. Jeder achte Export-Euro wird dort verdient.

Der Wachstumseinbruch in Fernost schockierte die Börsen; der Internationale Währungsfonds in Washington warnt inzwischen sogar vor wachsenden Risiken für die Weltwirtschaft. Experten erwarten für die nächste Zeit weitere unangenehme Nachrichten aus China. Dessen Wirtschaftsleistung ist dreimal so groß wie die von Deutschland.

Für unsere Industrie ergibt sich damit eine ganz neue Lage. 15 Jahre bescherte ihr die Aufholjagd der Schwellenländer eine Sonderkonjunktur: Bei den Investitionsgütern aller Art, die dort zum Aufbau der Wirtschaft gefragt sind, ist Deutschland eben besonders stark. Auch deshalb konnte die Metall- und Elektroindustrie – trotz massiver Investitionen im Ausland – ihre Beschäftigung in Bayern auf den höchsten Stand seit 23 Jahren ausweiten.

Aber jetzt bereitet nicht nur China Sorgen, sondern „die Entwicklung in den Schwellenländern überhaupt“, heißt es in dem Konjunkturreport. „Brasilien steckt ebenso in der Rezession wie Russland.“ Nur wegen des relativ zum Vorjahr viel schwächeren Euro, der die Nachfrage aus Amerika ankurbelte, ist der Export insgesamt zuletzt noch gewachsen.

Wobei China und Co. natürlich wichtig bleiben – als Kunden wie als Standorte für neue Werke. Wohin orientieren sich künftig die Unternehmen, und wie geht es weiter mit der Industrieproduktion in Bayern? Dazu bringen wir ein großen Themenspecial mit Fakten, Hintergründen – und Einblicken in typische Betriebe.


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Aktuell läuft es ganz gut in den meisten bayerischen Unternehmen. Doch die heimischen Standorte verlieren im Vergleich zum Ausland immer mehr an Gewicht. AKTIV erklärt die Zusammenhänge.

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