Ein Schloss wird zur Weltbühne

Worum geht es beim Industriestaatengipfel G7?

Abgeschirmt: In Schloss Elmau treffen sich Merkel, Obama und Co. Foto: Reuters

Garmisch-Partenkirchen. Wo sonst Urlauber wandern, treffen sich an diesem Sonntag die Staats- und Regierungschefs von sieben führenden Industrienationen. Ukraine-Konflikt, Atomverhandlungen mit Iran, Sicherheit der Energieversorgung und Rahmenbedingungen für den freien Handel: Das sind einige der wichtigsten Tagesordnungspunkte für den G7-Gipfel im Schlosshotel Elmau bei Garmisch.

Rund 17.000 Polizisten werden im Einsatz sein. Und 10.000 Gipfel-Gegner werden demonstrieren, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Kollegen tagen: Frankreichs Präsident François Hollande, Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi, Großbritanniens Premierminister David Cameron, Kanadas Premierminister Stephen Harper, US-Präsident Barack Obama und Japans Regierungschef Shinzo Abe.

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin fehlt in der Runde. Sein Land gehört wegen der Besetzung der Halbinsel Krim nicht mehr zu dem Kreis, der zuvor als G8 firmierte.

Kampf gegen Ebola und gegen Piraten

Am Montag steht dann in Elmau eine Art Doppel-Gipfel an – mit Staats- und Regierungschefs aus einer Reihe afrikanischer Staaten. Zugesagt haben etwa Äthiopien, Liberia, Nigeria, Senegal und Tunesien. Die großen Industriestaaten wollen sie bei ihren Reformen unterstützen und ganz konkret über den Kampf gegen Epidemien wie Ebola beraten – und über den Schutz vor Piraten vor den afrikanischen Küsten.

Ein enormes Arbeitspensum. Absolvieren können die G7-Teilnehmer es nur, weil zur Vorbereitung mehrere Mini-Gipfel stattgefunden haben. So haben sich die Außenminister im April in Lübeck getroffen, die Finanzminister vor einigen Tagen in Dresden.


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