Warum eigentlich …

… wirkt Aspirin jetzt viel schneller?

Foto: Panthermedia

Kopf-, Zahn- und Muskelschmerzen sind unangenehm. Eine Schmerztablette soll deshalb rasch wirken – wie im Werbefilm für Aspirin. Doch was ist dran an der Werbung?

Bayer-Forscher haben die traditionsreiche Arznei durch zwei Kniffe tatsächlich deutlich verbessert, wie Pharmazie-Professor Felix Ecker von der Hochschule Fulda berichtet. Erstens enthält die Tablette ähnlich wie eine Brausearznei nun Natriumcarbonat als „Sprengmittel“. „Dadurch löst sie sich in der sauren Magenflüssigkeit schneller auf“, erklärt Ecker. „Zweitens sind die Wirkstoff-Kristalle nun 90 Prozent kleiner als bisher.“ Infolgedessen wird der Wirkstoff im Magen sechsmal schneller freigesetzt als bei der bisherigen Aspirin-Tablette und gelangt viel rascher ins Blut.

Schon nach 16 Minuten spürten Patienten in klinischen Tests einen ersten Effekt, nach 49 Minuten eine deutliche Wirkung. Darauf mussten sie bisher doppelt so lange warten.

Hergestellt wird das Medikament übrigens im Werk Bitterfeld. 4,5 Milliarden Aspirin-Tabletten laufen dort jährlich vom Band.


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