Warum eigentlich …

... wird uns von Glühwein nicht wirklich warm?


Glühweingenuss auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: dpa

 

 

Friert man nach einem gemütlichen Bummel über den Weihnachtsmarkt oder ist man beim Skiausflug ordentlich ausgekühlt, dann freut man sich auf einen Glühwein. Für viele gehört ein dampfender Becher mit heißem, gewürztem Wein zum Winter wie Plätzchen und Adventskranz. Doch wärmt uns der Glühwein tatsächlich von innen?

 

 

 

„Das Gegenteil ist der Fall“, versichert Harry Geiselhart, Ärztlicher Direktor der Klinik für Suchtmedizin im Klinikum Stuttgart. Warum das so ist, erklärt er so: „Der Alkohol bewirkt, dass sich die Blutgefäße weiten. Dadurch gelangt sofort mehr Blut an die Hautoberfläche.“

 

 

 

Das warme Blut fließt in Hände und Füße. Die fühlen sich zunächst auch wärmer an. Allerdings nicht lange. Geiselhart: „Die Wärme ist trügerisch. Sie geht an der Hautoberfläche rasch  verloren, der Körper kühlt viel schneller wieder aus.“ Die Folge: Man friert hinterher meist noch stärker als zuvor.

 

 

 

Zwei Becher Glühwein können bis zu 40 Gramm Alkohol enthalten – diese Menge kann unsere Körpertemperatur um ein halbes Grad absenken.

 

 

 

 

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