Warum eigentlich ...

… wird Schokolade grau?

Unansehnlich: Angelaufene Süßware. Foto: Roth

Nach Ostern türmen sich in vielen Haushalten Berge von Schokolade. Manchmal bleiben sie monatelang unangetastet. Wirft man später einen Blick auf die Süßigkeiten, sind sie oft grau angelaufen. Was ist da passiert?

„Es handelt sich um Fettreif“, sagt Professor Jan Fritsche, Lebensmittelwissenschaftler an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. „Der entsteht, wenn Fettmoleküle der Kakaobutter an die Oberfläche wandern und dort kristallisieren.“ Die Kakaobutter ist neben Kakaopulver und Zucker Hauptbestandteil von Schokolade. Bei der Produktion härtet das Fett aus und bildet Kristalle, die gebunden werden. „Es sei denn, wir lagern Schokolade bei über 25 Grad Celsius“, betont Fritsche, „dann entsteht der Fettreif.“

Im Licht erscheint die Schokolade damit gräulich. Viele Menschen finden den Anblick unappetitlich. „Sie werfen die Schokolade oft zu früh weg – schädlich ist reiner Fettreif nämlich nicht“, so der Experte.

Interessant: Es gibt auch Zuckerreif. Der entsteht, wenn Schokolade kalt gelagert wird und in Wärme kommt. Das kondensierte Wasser löst Zucker und verdampft – was übrig bleibt, sind Zuckerkristalle.


Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang