Arbeitsmarkt

"Wir stellen ein..."


Trotz Krise: Es gibt noch Job-Chancen in der Branche

Zeitarbeiter ohne Job, Kurzarbeit, Personalabbau: Die Wirtschaftskrise erreicht nun auch den Arbeitsmarkt. Doch allen Hiobsbotschaften zum Trotz: Es gibt sie noch – die offenen Stellen. Insgesamt gut 500.000 meldet die Agentur für Arbeit in ihrem Fe­b­ruar-Rapport; ungemeldete Stellen eingerechnet weiß sie sogar von rund eine Million Jobs. Auch etliche ChemieFirmen in Baden-Württemberg sind auf der Suche nach Personal.

Beispiel Weleda in Schwäbisch Gmünd. Der Hersteller von Naturkosmetik und Arzneimitteln hat auf seiner Internetseite elf Stellen ausgeschrieben. Und weitere 24 Bewerbungen laufen zurzeit, berichtet der Vorsitzende der Ge­schäfts­leitung, Erk Schuchhardt. Weleda sucht neue Kollegen  für  Produktion,  IT-Ab­teilung sowie Marketing und Vertrieb.

Verstärkung für die Forschung

„Wir bauen gezielt aus“, sagt Schuchhardt. Dennoch prüfe man jede Stelle sorgfältig auf Notwendigkeit. Zu­dem stellt Weleda Mitarbeiter zunächst nur befristet ein. Wer sich bewährt, hat aber gute Aussichten auf einen festen Job.

Auch bei anderen Pharma-Unternehmen haben Jobsucher Chancen. Denn hier ist die Krise noch kaum angekommen. „Wir stellen ein“, heißt es zum Beispiel bei der Firma Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel in Karlsruhe.

Personalleiter Wolfgang Dötzkirchner sucht vor allem Ersatz für ausscheidende Be­schäftigte oder Vertretungen für Mitarbeiter in Elternzeit. Aber auch neue Stellen soll es geben. „Wir planen, noch in diesem Jahr Marketing und Forschung zu verstärken“, so Dötzkirchner.

Bei Roche Diagnostics in Mannheim gibt es ebenfalls offene Stellen, befristete wie unbefristete. Nachgefragt sind Naturwissenschaftler und In­geni­eu­re. Aber auch Kaufleute werden be­nötigt.

Natürlich ist die Be­setzung der Stellen auch abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung, sagt Peter Schiller, Arbeitsdirektor und Ge­schäftsführer bei Roche Diagnostics.

Abwartend bis verhalten optimistisch gibt man sich bei der Firma Sto in Stühlingen. Denn das Geschäft des Baustoff-Herstellers ist wetterabhängig.

Warten auf die Baukonjunktur

„Nach dem langen kalten Winter müssen wir sehen, wie es im Frühjahr wieder an­springt“, sagt Personalreferent Thomas Vitt. Er sucht zum Beispiel Verkaufsberater.

„Frei werdende Positionen, die für das Unternehmen wichtig sind, müssen wir wieder be­setzen“, erklärt Vitt. Natürlich prüft er genau, ob tatsächlich zusätzlicher Be­darf be­steht. Denn Sto will seinen 150 Azubis eine Jobchance geben.

Auch andere Unternehmen wollen das Ni­veau bei der Ausbildung halten und am Nachwuchs nicht spa­ren. Denn ihre Zu­kunft haben die Unternehmen fest im Blick.

Übrigens haben noch mehr Firmen Stellen im Netz ausgeschrieben. Nachgucken lohnt sich.

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