Schon gewusst …

… wie Luft zerlegt wird?

Luft ist ein Gemisch aus Stickstoff, Sauerstoff sowie Edelgasen. Die lassen sich trennen. Wie? Das fand Ingenieur Carl von Linde schon 1902 heraus. Wie das patentierte Verfahren funktioniert, lesen Sie hier.

Fernbedienung: Aus dem ROC in Leuna werden viele Luftzerleger gefahren. Foto: Werk

Fernbedienung: Aus dem ROC in Leuna werden viele Luftzerleger gefahren. Foto: Werk

Leuna. Luft ist ein Gemisch von rund 78 Prozent Stickstoff, 21 Prozent Sauerstoff sowie Edelgasen wie Argon, Krypton und Neon. Basis für die Trennung der Gase ist die Verflüssigung der Luft. Dieses Verfahren ließ sich der Ingenieur Carl von Linde schon 1902 patentieren.

Zunächst wird die Luft aus der Umgebung angesaugt und verdichtet, mit Wasser vorgekühlt und von Verunreinigungen wie Staub, Kohlendioxid und Kohlenwasserstoffen gereinigt. Danach kann die Luft durch Wärmeaustausch und Expansion bis auf Temperaturen um -193 °C heruntergekühlt werden – nun ist sie flüssig.

Auf den Siedepunkt kommt es an

Zur Trennung nutzt man die unterschiedlichen Siedepunkte (Sauerstoff -183 °C, Stickstoff -196 °C) der Gase aus: In einem mehrstufigen Prozess in einer sogenannten Rektifikationssäule sammeln sich an ihrem kalten Kopf gasförmiger Stickstoff und am wärmeren Boden flüssiger Sauerstoff. Ein mehrfaches Wiederholen des Vorgangs sorgt für die nötige Reinheit. Anschließend fließen die Gase in Flüssiggastanks.

Größter Industriegase-Standort von Linde in Deutschland ist Leuna mit über 500 Beschäftigten. In Leuna steht das Remote Operations Center (ROC), von dem aus weit über 50 große und kleine Luftzerleger quer durch Europa überwacht beziehungsweise ferngesteuert werden.


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