Sanfte Mittel aus der Natur

Wie Homöopathie bei Wechseljahren und anderen Beschwerden helfen kann

Karlsruhe/Schwäbisch Gmünd. Tinte vom Tintenfisch bei Stimmungsschwankungen, Birkenkohle gegen Durchfall und Gänseblümchen bei Verstauchungen? Was eigenwillig klingt, kann durchaus helfen. Heilmittel aus der Natur haben sich über Jahrhunderte bewährt.

Oft werden sie gegen verschiedene Beschwerden eingesetzt. Etwa in den Wechseljahren: Zwei Drittel aller Frauen leiden da unter Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Unausgeglichenheit, Schlafstörungen oder trockener Haut.

Verantwortlich für die Probleme sind die Geschlechtshormone (Östrogen, Progesteron), die aus dem Gleichgewicht geraten. Etwa 30 Jahre nach der Pubertät erfahren Frauen die zweite große hormonelle Umstellung ihres Körpers. Die Eierstöcke fahren die Produktion von weiblichen Sexualhormonen langsam zurück.

Eine hormonfreie Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern und den Organismus wieder ins Gleichgewicht zu bringen, bietet die Homöopathie. Spezialist auf diesem Gebiet ist zum Beispiel die Deutsche Homöopathie-Union in Karlsruhe.

Meist sind es „Komplexmittel“, die Homöopathen einsetzen. Die Kügelchen enthalten unter anderem Extrakte der Traubensilberkerze und der kanadischen Blutwurzel. Die sollen Hitzewallungen und Herzklopfen sowie Unruhe und Schlafstörungen reduzieren. Gegen Stimmungsschwankungen wirkt der Samen einer tropischen Schlingpflanze, der Ignatiusbohne. Und Schlafstörungen begegnet man mit Tintenfischtinte. Belegt wurde die Wirksamkeit des Präparats in einer Studie: Bei über 90 Prozent der Patientinnen kam es innerhalb von zwölf Wochen zu Beschwerdefreiheit oder einer spürbare Besserung der Symptome.

Die Heilkraft von Pflanzen nutzt auch der Naturkosmetik- und Arzneimittelhersteller Weleda in Schwäbisch Gmünd: Der „Reisekrankheit“, also Übelkeit auf dem Schiff oder bei langen Autofahrten, lässt sich mit Tabletten vorbeugen. Sie enthalten unter anderem Stoffe aus der Brechnuss und dem Wermutkraut, die sich positiv auf den Magen-Darm-Trakt auswirken.

Und wenn ungewohnte oder verdorbene Speisen Durchfall verursachen, haben sich Präparate mit Birkenkohle, krampflösender Kamille und dem Mineral Antimonit bewährt. Das hilft, Wasser und Gase in den Verdauungsorganen zu binden.

Sogar gegen Prellungen und Verstauchungen ist ein Kraut gewachsen, das weiß man bei Heel in Baden-Baden. Der Arzneimittelhersteller hat eine Salbe mit 15 Heilpflanzen entwickelt, etwa Arnika, Ringelblume, Zaubernuss, Beinwell und Gänseblümchen. Sie wirkt entzündungshemmend und fördert die Heilung.


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