Lebensmittel einfrieren

Wie Air Produkts mit Tunnelfrosten Fleisch, Obst und Gemüse konserviert

Haltbare ­Delikatesse: ­Tiefgefroren fallen die Garnelen aus der ­Anlage. Foto: Werk

Hattingen. Meeresfrüchte, Himbeeren, Pizza: Alles gibt’s in der Kühltheke. Damit die Ware nach dem Auftauen wie frisch schmeckt, setzen Hersteller auf das sogenannte Tunnelfrosten. Spezialist dafür ist Air Products in Hattingen.

Bei dem Verfahren laufen die rohen oder kurz zuvor verarbeiteten Produkte vom Band in eine tunnelartige Anlage ein. „Dort verdampft flüssiger Stickstoff bei extrem kalten Temperaturen von minus 196 Grad Celsius“, erklärt Uwe Rosenbaum, Spezialist für schnelles Gefrieren von Lebensmitteln.

Im Stickstoff-Nebel frosten Fisch, Fleisch, Obst oder Gemüse innerhalb weniger Minuten. Im Vergleich zum klassischen Gefrierschrank, der maximal Temperaturen zwischen 20 und 50 Grad minus schafft, spart das Verfahren sehr viel Zeit. Zudem entstehen kleinere Eiskristalle, so geht weniger Wassergehalt verloren.

„Es ist oft die erste Wahl, wenn es darum geht, hochwertige Lebensmittel zu verarbeiten“, erklärt Rosenbaum. „Sensorische Eigenschaften wie Feuchte, Geschmack und Textur sind hier besonders wichtig.“

Verfahren findet weltweit Anklang

Air Products stellt unter anderem Industriegase her und hat das extrem schnelle Frosten mit flüssigem Stickstoff schon vor Jahren mitentwickelt. Seitdem versorgt es die Nahrungsmittel-Industrie weltweit mit Gasen, Anlagen und technischen Dienstleistungen.

Viele gefrostete Produkte werden unter Schutzgasatmosphäre verpackt. In den Hüllen befindet sich dann ein speziell auf das Lebensmittel abgestimmtes Gasgemisch, das sie länger haltbar macht. Auch diese Gase werden vor Ort hergestellt.


Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang