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Werner & Mertz in Mainz machen Schuhe wasserfest

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Von wegen nasse Füße im Herbst: Setzt der Regen ein, bleiben die Strümpfe auch in Lederschuhen trocken. Das ermöglicht Imprägnier-Schaumspray. Die Rezeptur („Erdal“) wird bei Werner & Mertz in Mainz entwickelt.

Trägt man das Mittel auf, bildet sich um die Materialfasern herum ein Schutzschild aus langkettigen Molekülen (Polymeren). „Der Wirkstoff setzt sich aus funktionellen Gruppen zusammen, die unterschiedliche Eigenschaften haben“, erläutert Edgar Endlein, Leiter der Produktentwicklung. Die einen Atome verankern sich an der Oberfläche. Wasser- und ölabweisende Gruppen wiederum richten sich nach außen kreuz und quer auf. „So entsteht ein feines Netz aus Polymeren“, beschreibt der Chemiker die Struktur, die für das Auge unsichtbar ist. Nässe und Schmutz perlen an ihr ab; Feuchtigkeit kann von innen heraus aber entweichen.

So bequem war Schuhpflege nicht immer: Vor gut 100 Jahren hantierte man mit einer Paste, die sich nur mit Speichel verwenden ließ. 1901 erfand Werner & Mertz die erste Creme mit Wachs, die Treter wetterfest machte. Der Dose mit dem roten Froschkönig verdankte die Firma nach dem Ersten Weltkrieg den Aufstieg zum größten deutschen Hersteller von Schuhpflegeprodukten.


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