Urteil

Werbungskosten: Business-Kleidung ist Privatsache

An vielen Arbeitsplätzen ist ein bestimmter gehobener Kleidungsstil oder sogar eine ganz bestimmte Kluft vorgegeben. Wann aber sind die entsprechenden Ausgaben ein Fall für die Steuererklärung? An die Antwort hat kürzlich das Bundessozialgericht erinnert, als eine Frau Ausgaben für ihre Business-Kleidung berücksichtigt sehen wollte – und scheiterte.

Denn ein schickes Kostüm lässt sich ja auch privat ganz gut einsetzen. Nach gängiger Rechtsprechung ist aber „typische Berufskleidung steuerrechtlich nur solche, die ihrer Beschaffenheit nach objektiv nahezu ausschließlich für die berufliche Verwendung bestimmt und wegen der Eigenart des Berufes nötig ist“.

Nun ging es in dem Fall zwar eigentlich gar nicht um die Steuer, sondern um die Berechnung von Sozialhilfe-Leistungen. Aber auch dabei gilt in Sachen Klamotten die gewohnte Abgrenzung zwischen rein beruflich veranlassten Aufwendungen und Ausgaben, die letztlich doch „dem privaten Lebensbereich zuzuordnen“ sind.

(Bundessozialgericht, 19.6.2012, B 4 S 163/11 R)


Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang