Urteil

Werbung: Pseudo-Gewinne verboten

Aggressive Werbung, die dem Adressaten einen Gewinn verspricht, für den er am Ende etwas zahlen muss, ist unzulässig. Das EU-Recht verbietet „Praktiken, mit denen dem Verbraucher der Eindruck vermittelt wird, er habe bereits einen Preis gewonnen, obwohl er für dessen Entgegennahme bestimmte Kosten übernehmen muss“. So hatte eine britische Werbesendung eine Kreuzfahrt als Gewinn versprochen – für Hafengebühren, Verpflegung und so fort hätte der „Gewinner“ allerdings 399 Euro bezahlen müssen. Das Verbot solcher Praktiken gilt sogar dann, wenn der Verbraucher nur geringe Kosten (wie etwa Briefporto) zu tragen hat.

(Europäischer Gerichtshof, 18.10.2012, C-428/11)


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