Urteil

Wer haften muss, wenn Bäume fallen

Säge leihen und loslegen? Wer da auf der sicheren Seite sein will, prüft erst mal, ob und wie gut er versichert ist ... Foto: fotolia

„Gartenarbeiten – auch an Bäumen – zählen in der Regel zu den normalen Handlungen von Privatleuten.“ Und deshalb, so der Bundesgerichtshof, muss eben oft die private Haftpflichtversicherung einspringen, wenn ein von Laien gefällter Baum aufs Nachbargrundstück stürzt. In dem Fall war eine 20 Meter hohe Pappel anders gefallen als erwartet, Sachschäden in Höhe von gut 7.000 Euro waren die Folge.

Grundeigentümer wiederum sollten die Bäume auf ihrem Grundstück zweimal jährlich von einem Fachmann überprüfen lassen. Ohne so eine sachgerechte „Baumschau“ haften sie, wenn Bäume oder große Äste fallen. In dem Prozess ging es um rund 6.200 Euro Schaden durch eine Zitterpappel, die auf ein Auto gestürzt war.

(Bundesgerichtshof, 9.11.2011, IV ZR 115/10; Landgericht Magdeburg, 26.4.12, 9 O 757/10)


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