Jugend und Mathe

Wenn Prinz Poldi den Ikosaeder ins Tor ballert


Beim 40. hessischen Mathematik-Wettbewerb wurden die Asse ausgezeichnet

Lollar. Ikosaeder? Noch nie gehört? Zur Aufklärung: Der Ikosaeder, ist ein hochsymmetrischer Zwanzigflächer, der in den Naturwissenschaften zu den regelmäßigen Körpern zählt. Keiner kennt diesen Namen, doch bei der derzeitigen Fußball-EM dreht sich alles um ihn, den BALL, das Runde, das ins Eckige muss. Der Ball ist nämlich auch so ein geometrischer Körper, allerdings mit abgestumpften Ecken.

Die besten 18 aus 57.700

„Die Mathematik begleitet uns eben überall, auch wenn das vielen Menschen gar nicht bewusst ist“, so Professor Dieter Weidemann, Vorstandsvorsitzender von HESSENMETALL, anlässlich der Siegerehrung des 40. hessischen Mathematik-Wettbewerbs.

Rund 57.700 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen an 545 hessischen Schulen haben in diesem Jahr an der Ausscheidung teilgenommen. Die 18 Besten wurden nun in den Räumen der Bosch Thermotechnik in Lollar geehrt.

„Ich bin richtig froh über diesen ersten Platz“, freute sich der zwölfjährige Dominik Duda von der Leibniz-Schule in Wiesbaden. Er belegte zudem bei der bundesweiten Deutschen Mathematik-Olympiade den dritten Platz. „Mathematik ist eine Herausforderung an den Verstand und den Leistungswillen der Schülerinnen und Schüler. Das hervorragende Abschneiden der Landessieger verdient höchste Anerkennung“, gratulierte Harald Lemke, Staatssekretär im Hessischen Finanzministerium.

Sprache der Technik

Die Ergebnisse des Wettbewerbs wertete er als deutliches Zeichen für ein stabilisiertes Leistungsniveau. Während die Spitzengruppen der Schülerinnen und Schüler am oberen Rand des Leistungsspektrums angekommen seien, gäbe es in den unteren Bereichen jedoch noch Handlungsbedarf.

Weidemann und Lemke hoben in ihrer Laudatio die Bedeutung der Mathematik als Schlüsselkompetenz für Wirtschaftsberufe hervor. „Vor allem die Metall- und ElektroUnternehmen in Deutschland brauchen Menschen mit einer hohen mathematischen Allgemeinbildung. Denn die Mathematik ist nun einmal die Sprache der Technik“, betonte Weidemann. Ohne Mathe läuft da nichts.

Und genau aus dieser Erkenntnis ergibt sich das Engagement Hessen Metalls, diesen Wettbewerb zu unterstützen.

Weidemann: „Wir brauchen qualifizierten Nachwuchs mit der Muttersprache Mathematik. Gute Auszubildende in den gewerblichtechnischen Berufen, Ingenieure und viele versierte Mitarbeiter mit Wissen und Können, das auf der Mathematik beruht, sind unsere Zukunft. Der Wettbewerb stimmt mich zuversichtlich.“

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