Medizintechnik

Wenn Niere oder Leber nicht okay sind


Forschen gemeinsam: Professor Norbert Gretz von der Uni Mannheim (links) und Stefan König von den Freudenberg Forschungsdiensten. Foto: Werk

Ein neuartiges Hightech-Pflaster ermittelt Fehlfunktionen in zehn Minuten

Weinheim. Die Erfindung ist vielversprechend: Sie könnte für viele Menschen mit Organ-Krankheiten von großer Bedeutung sein. Ein neuartiges Hightech-Pflaster soll helfen, Organfunktionen künftig mittels Lichtsignalen zu messen – und damit Diagnosen zu beschleunigen.

Wissenschaftler der Freudenberg Forschungsdienste in Weinheim (Baden-Württemberg) arbeiten an der neuen Methode bereits seit Sommer 2009, gemeinsam mit Partnern aus der Universität Mannheim und der Firma Mektec Europe. Tausende Arbeitsstunden beginnen sich jetzt offenbar auszuzahlen.

Präziser als die Labor-Untersuchung

Zu einem herkömmlichen Pflaster sind nur wenige Unterschiede zu erkennen. Doch im Inneren, für das menschliche Auge kaum sichtbar, ist ein Hightech-Prozess im Gang: Das auf die Haut aufgeklebte Pflaster kann Fehlfunktionen von Organen wie der Niere oder der Leber in kurzer Zeit messen. Übertragen werden die Daten an eine speziell entwickelte Software, die erste Ergebnisse nach kurzer Zeit liefern kann: bei der Niere nach zwei Stunden, bei der Leber sogar nach zehn Minuten.

„Bisher müssen Blut- oder Urinproben erst in ein Labor geschickt und dort analysiert werden”, erklärt Stefan König von den Freudenberg Forschungsdiensten. „Die Analyse durch die Haut ist nicht nur schneller, sondern auch angenehmer und überdies präziser.”

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