Wirtschaftslexikon

Weltbank

Wesentliche Aufgabe der Weltbank ist, die Wirtschaft von Entwicklungsländern zu fördern. Das geschieht vor allem mit Krediten, Beratung und technischer Hilfe.

Die Darlehen mit Laufzeiten von einigen Jahrzehnten werden entweder zu Zinsen vergeben, die sich am allgemeinen Marktniveau orientieren. Oder sie sind zinslos, wenn es um bestimmte Investitionsprojekte geht – zum Beispiel für Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft, Infrastruktur und Umweltschutz.

Das Geld dafür beschafft sich die Weltbank überwiegend mit der Ausgabe von Anleihen in mehreren Ländern. Außerdem zahlen die Mitgliedsstaaten Beiträge ein.

Die Bundesrepublik Deutschland ist seit 1952 dabei

Wie der Internationale Währungsfonds (IWF) ist die Welt-bank eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und hat ihren Sitz in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington. Mitglieder der Weltbank können nur Staaten werden, die schon dem IWF angehören.

Genau genommen ist die Welt-bank eine Institutionen-Gruppe, die aus fünf eigenständigen Organisationen besteht. Eine davon ist die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, die die zentrale Aufgabe zur Förderung von noch wenig entwickelten Volkswirtschaften übernimmt.

Gegründet wurde die Weltbank im Jahr 1944. Damals war ihr Zweck, den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg zu finanzieren. Zu Beginn gab es 44 Mitglieder, inzwischen sind es 188. Die Bundesrepublik Deutschland ist seit 1952 dabei.

Den Präsidenten der Weltbank stellen regelmäßig die USA. Seit Juli 2012 ist es Jim Yong Kim, der als Kind mit seiner Familie aus Südkorea in die USA gekommen ist.


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