Hessenforum

Was Unternehmen stark macht


Tempo bei Erneuerungen weiter steigern

Frankfurt. Wer auch in Zukunft von Deutschland aus im internationalen Wettbewerb bestehen will, ist zur Innovation verdammt. So das Resultat des 21. Hessenforums, einer Veranstaltung der hes- sischen M+E-Industrie in Frankfurt.

Vor allem der Innovationswettbewerb mit Schwellenländern wie Indien und Brasilien stelle die Unternehmen vor Herausforderungen. Deshalb  müsse das Innovationstempo weiter gesteigert werden.

Zudem sollten neue Wege in der Unternehmensführung in den Blick genommen werden. Wie unterschiedlich die Betriebe die Herausforderungen angehen, zeigte sich an den Beispielen Opel, Siemens und Jäger Direkt.

Eine Million Elektro-Autos bis 2020

Rita Forst ist Geschäftsführerin Engineering bei Adam Opel in Rüsselsheim und leitet das weltweit führende Entwicklungszentrum. Bei dem Automobil-Bauer wird intensiv an alternativen Antrieben und innovativen Fahrzeugkonzepten gearbeitet. 

Ziel: Eine Million ElektroFahrzeuge auf deutschen Straßen bis 2020. Forst setzt auf einen Elektro-Antrieb mit konventionellem Verbrennungsmotor zur Verlängerung der Reichweite ­– wie beim Ampera. Der neue Opel soll Ende 2011 auf den Markt kommen.  „Für längere Strecken wird sich langfristig aber die Brennstoffzelle durchsetzen“, ist sie überzeugt.

Umweltfreundliche Strategien treiben auch den Weltkonzern Siemens an. „Wir wollen für die globalen Trends der Zukunft innovative Lösungen finden und anbieten“, so Michael Kassner, Geschäftsleiter Siemens Region RheinMain. Um Problemen wie dem Klimawandel oder der Überalterung zu begegnen, setzt Siemens auf Pioniertum, integrierte Lösungen aus einer Hand und Nachhaltigkeit.

In jedem Menschen stecken Talente

Ganz andere Wege geht Jäger Direkt in Reichelsheim, Hersteller von elektrotechnischen Produkten. Franz-Josef Fischer, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, ist davon überzeugt, dass in jedem Menschen Talente und Potenziale stecken, die nur aktiviert werden müssen: „Man muss für ein wirkliches Miteinander sorgen – wie in einer Familie – und gemeinsam an Zielen arbeiten.“

Die Mitarbeiter werden individuell gefördert und nach ihren Stärken eingesetzt, Unternehmenszahlen offengelegt. Es gibt eine Mitarbeiterbeteiligung. Fischer: „Jeder weiß, woran er ist und kann selbst Einfluss nehmen.”

Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte Thilo Sarrazin, Vorstandsmitglied Deutsche Bundesbank. Er beleuchtete am Beispiel Griechenland, welche fatalen Folgen falsches Wirtschaften haben kann – nicht nur in Unternehmen.

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