Moment mal!

Was ist denn so ärgerlich an einer neuen ICE-Trasse?

Ab geht’s: Schneller nach Leipzig, Halle oder Erfurt. Foto: Deutsche Bahn

Zuverlässig melden sich mal wieder die Bedenkenträger: „Milliardengrab“, meckert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, „kläglich ausgelastet“, schimpft der Fahrgastverband Pro Bahn.

Grund für die Unbill ist das jüngst eröffnete, 123 Kilometer lange Teilstück der ICE-Trasse von München nach Berlin, die 2017 komplett sein soll. Zwischen Erfurt, Leipzig und Halle geht es nun mit 300 Stundenkilometern voran. Okay: Es hat länger gedauert und ist teurer geworden als geplant.

Doch wer jetzt von München nach Erfurt 70 Minuten Zeit spart – meckert der auch? Und was spricht dagegen, dass sich Deutschlands schnellster, durch Tunnelröhren jagender Reisezug noch weitere Nachfrage schafft? Mehr Zuversicht, bitte! Was ein Projekt solchen Ausmaßes bringt, wird ja immer erst in der langfristigen Perspektive klar.

Das zeigt ein Blick auf die ICE-Verbindung zwischen Köln und Frankfurt. Einst heftig kritisiert, ist sie für Betriebe und Privatreisende im Westen längst nicht mehr wegzudenken.


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aktualisiert am 11.12.2017

Man kann sich natürlich über den „Normalpreis“ eines Bahntickets ärgern. Man kann aber auch versuchen, die Fahrkarte unnormal günstig zu erhaschen. Hier lesen Sie wertvolle Reisetipps, die man sich nicht sparen sollte.

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