Moment mal!

Was glauben Sie, wer im ARD-„Tatort“ die meisten Möder stellt?

Der Täter ist immer der Gärtner? Vergessen Sie das! Vielmehr sollte man sich wohl vor seinem Chef in Acht nehmen. Jedenfalls, wenn man einer aktuellen Analyse aller bis heute ausgestrahlten ARD-„Tatorte“ glaubt.

TV-Kult: Seit 47 Jahren wird gemeuchelt. Foto: dpa

TV-Kult: Seit 47 Jahren wird gemeuchelt. Foto: dpa

Der Mörder ist am Ende immer der Gärtner? Nix da! Im ARD-„Tatort“ meuchelt keine andere Berufsgruppe häufiger als: die Unternehmer!

Das Web-Portal netzsieger.de hat nun alle 1.023 „Tatort“-Folgen analysiert: 109 Mal war ein Unternehmer der Täter! Die Manager waren damit sogar noch fieser als die TV-Berufsverbrecher (100 Mörder).

Münchens fiktionale Unternehmer-Zunft ist offenbar besonders blutrünstig. In 19 Folgen klickten hier nach 90 Minuten die Handschellen hinterm Rücken vom Boss.

Im Tatort gehen also 10 Prozent aller Morde aufs Unternehmerkonto. Als Motiv ist übrigens alles dabei, was der Krimi-Baukasten hergibt: Habgier, Rachsucht, Eifersüchtelei.

Nun ja. Man könnte jetzt moralinsauer den Zeigefinger heben: Die Wirtschaft und ihr mieses Image, jetzt auch noch im TV-Krimi, hört doch mal auf mit dem Bashing. Bloß – das Lamento sparen wir uns an dieser Stelle mal. Und sagen ganz entspannt aus dem Fernsehsessel: Ist bloß Unterhaltung. Neun Millionen Zuschauer pro Folge. Alles gut!


Weitere ungewöhnliche Wirtschaftsthemen:

Unter dem Motto „Moment mal!“ greift AKTIVonline regelmäßig Themen auf, die Spaß machen und zum Nachdenken anregen sollen. Einige gesammelte Beiträge lesen Sie hier. Viel Vergnügen beim Stöbern!

aktualisiert am 11.12.2017

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