Ausbildungskosten

Was Eltern absetzen können

Grundsätzlich gehören der Schulbesuch und die erste Ausbildung aus steuerlicher Sicht zu den normalen Kosten, die Kinder nun mal verursachen – genauso wie zum Beispiel ihre Nahrung oder die Kleidung. Für das Finanzamt sind diese Ausgaben also mit dem Kindergeld (beziehungsweise dem Kinderfreibetrag) abgehakt.

Wenn sich ein Kind in Ausbildung (oder in bestimmten "Zwangspausen") befindet, erhalten die Eltern normalerweise bis zu Juniors 25. Geburtstag das Kindergeld (beziehungsweise den Kinderfreibetrag). Ob und welche Einkünfte das Kind selbst hat, ist seit Anfang 2012 egal. Ausführliche Erklärungen zum Thma enthält eine Broschüre der Bundesagentur für Arbeit, die Sie hier downloaden können: > www.arbeitsagentur.de

Ist der Nachwuchs auswärtig untergebracht, können die Eltern oft zusätzlich einen Ausbildungsfreibetrag von 924 Euro pro Jahr beanspruchen. Bestimmte Einkünfte des Kindes werden aber angerechnet – die Details sind leider knifflig, zum Beispiel wenn es um Bafög geht.

Geht ein Kind auf eine private Schule, können die Eltern 30 Prozent des Schulgelds (maximal 5.000 Euro im Jahr) als Sonderausgaben geltend machen. Dies gilt auch für Schulen, die zu einem Berufsabschluss führen, nicht aber für Studiengebühren.

Die Ausbildungskosten von erwachsenen Kindern, für die kein Kindergeld-Anspruch mehr besteht, können Eltern nur indirekt absetzen: indem sie Unterhalt überweisen. Hier zählen maximal 8.004 Euro pro Jahr, eigenes Einkommen des Kindes über 624 Euro pro Jahr wird angerechnet.
 

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