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Moment mal!

Was die Kryptowährung Bitcoin mit Blumenzwiebeln gemein hat

Der Hype ums Cybergeld verdreht vielen den Kopf. Das ist gar nicht so neu: Vor ein paar Hundert Jahren waren sogar schnöde Tulpenzwiebeln mal ein begehrtes Spekulationsobjekt. Mit ziemlich bitterem Ende …

Tulpe: Hübsch, aber kein Anlageobjekt. Foto: Adobe Stock

Tulpe: Hübsch, aber kein Anlageobjekt. Foto: Adobe Stock

Boah, der Bitcoin! Seit Wochen geht die Kryptowährung ab wie Schmitz’ Katze. Für gut 15.000 Euro wurde die virtuelle Münze kurz vor Weihnachten gehandelt. Jahresplus bis dahin: 1.800 Prozent. Als Minizins-Opfer fragt man sich da doch: Verdammt, soll ich nicht auch …?

Wir bemühen jetzt mal die Geschichte, gehen ins Amsterdam von 1637. Da verdrehte auch was den Leuten komplett den Kopf: Tulpenzwiebeln! Sie waren frisch am Markt – und heiß gehandeltes Anlageobjekt. Weil alle nach den zwiebeligen Preziosen gierten, waren seltene Sorten schnell so viel wert wie ein Haus im Zentrum. Bis das Interesse erlahmte – und die Mutter aller Spekulationsblasen platzte.

Damals Blumen, heute Bitcoin: Manchmal reicht wohl der Reiz des Neuen, eine unverbrauchte Idee oder einfach gutes Marketing, um uns die Sinne zu vernebeln. Einen Unterschied aber gibt’s: Wer auf den Bitcoin setzt, ist komplett pleite, wenn das Ding baden geht. Die Zwiebel-Zocker in Amsterdam hatten immerhin noch paar schöne Blümchen hinterm Haus …


Weitere ungewöhnliche Wirtschaftsthemen:

Unter dem Motto „Moment mal!“ greift AKTIVonline regelmäßig Themen auf, die Spaß machen und zum Nachdenken anregen sollen. Einige gesammelte Beiträge lesen Sie hier. Viel Vergnügen beim Stöbern!

aktualisiert am 09.10.2018

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