Gute Karten für 2013

Was die Experten unserer Wirtschaft prophezeien


Köln. „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen“ – dieser spöttische Spruch wird unter anderem dem berühmten Schriftsteller Mark Twain zugeschrieben. Doch bei allem Fehler-Risiko: Was die Experten aus 27 deutschen Wirtschaftsinstituten und Finanzkonzernen unserer Wirtschaft prophezeien, hilft zur Orientierung beim Start ins neue Jahr.

Das Londoner Beratungsinstitut Consensus Economics hat sie im Dezember befragt und die Antworten zu einer Durchschnittsprognose verdichtet. Die vier Kernaussagen:

Die Industrie kriegt die Kurve. Die aktuelle Lage ist schwierig – darauf deuten viele Firmenmeldungen hin. „Der exportorientierten deutschen Wirtschaft steht eine Leidenszeit mit schwacher Auslandsnachfrage bevor“, fasst das Institut die Meinungen zusammen. Immerhin: Für Ende 2013 erwarten die Experten wieder Zuwachsraten.

Die Arbeit geht uns nicht aus. Von Juni 2009 bis März 2012 ist die (saisonbereinigte) Zahl der Jobsucher fast jeden Monat gesunken, um insgesamt 627.000. Seitdem stieg sie wieder leicht an – aber das „Jobwunder“ relativiert sich nur ein Stück weit: Für 2013 erwarten die Experten rund 85.000 Arbeitslose mehr.

Die Schuldenbremse wirkt. Die staatliche Neuverschuldung dürfte 2013 nur noch 0,3 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen. 2010 waren es noch rund 4 Prozent – doch da kam die „Schuldenbremse“ ins Grundgesetz, die einen ausgeglichenen Staatshaushalt bis spätestens 2020 vorsieht. Finanzminister Wolfgang Schäuble: „Wir sind viel weiter, als wir es am Anfang der Legislaturperiode für möglich hielten.“

Die Preise bleiben stabil. Die Inflationsangst, die sich wegen der Euro-Krise breitgemacht hat, bleibt wohl auch 2013 theoretisch: Laut Durchschnittsprognose steigen die Lebenshaltungskosten nur um 1,9 Prozent.

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