Durchblick für Autofahrer

Was bei vereisten Windschutzscheiben hilft

Weniger Mühe: Mit Spray hat man rasch Durchblick. Foto: Roth

Stuttgart. Wer draußen parkt, hat’s im Winter schwer. Das Auto ist eingeschneit, nach frostkalten Nächten klebt eine Eisschicht auf den Scheiben. Ohne mühsames Kratzen ist an Losfahren nicht zu denken. Hilfreich ist da ein Enteiser-Spray.

Auf die Scheibe gesprüht, löst es Eis und Raureif auf. Und sorgt für klare Sicht. Wie das funktioniert? „Enteiser enthalten hauptsächlich Alkohole“, erklärt Thilo Kunst vom Labor für Umwelt und Produktanalytik des Dienstleisters Dekra in Stuttgart.

Wirksam bei minus 60 Grad

„Die haben einen viel niedrigeren Gefrierpunkt als Wasser.“ Damit die Scheibe frei bleibt, mischen die Hersteller den Enteisern zusätzlich Glykolalkohole bei. „Diese Glykole verhindern, dass das Wasser wieder anfriert“, erklärt der Dekra-Fachmann. Denn sie sind noch bei minus 10 bis minus 15 Grad Celsius flüssig.

Im Gemisch mit Wasser frieren sie sogar erst bei viel tieferen Temperaturen. Gängige Enteiser wirken bis zu minus 60 Grad. Profis nebeln die Scheiben nach dem Abwischen des Eises hauchdünn mit Enteiser ein, damit sie eisfrei bleiben.

Und in die Scheibenwischanlage gehört jetzt selbstverständlich Frostschutzmittel. Vor Auftauversuchen mit heißem Wasser warnt der Experte. „So ein Aufguss kann Risse in der Windschutzscheibe verursachen.“

Übrigens: Die Scheiben müssen komplett von Eis und Schnee befreit werden. Wer es versäumt, riskiert ein Bußgeld.

Wintercheck-Liste: Wie Sie Ihr Auto rundum fit für die kalte Jahreszeit machen, lesen Sie hier auf AKTIVonline.


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Schlagwörter: Chemie Auto

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