„Unser Wohlstand hängt von offenen Märkten ab“

Warum deutsche Unternehmen das Freihandelsabkommen TTIP unterstützen

Waren für die Welt: Containerschiff im Hamburger Hafen. Foto: Getty

Berlin. Freierer Handel erhöht den Wohlstand: eine Binsenweisheit. Trotzdem kann es ganz schön lange dauern, sich auf Regeln für freieren Warenverkehr zu einigen. Die Verhandlungen der EU mit den USA über das Abkommen „TTIP“ haben 2013 begonnen – und eine Einigung ist noch nicht in Sicht.

Die deutsche Wirtschaft jedenfalls macht jetzt verstärkt deutlich, warum sie auf das Abkommen hofft.

Weniger Zölle, weniger Bürokratie

Von den rund 400 größten Familienunternehmen zum Beispiel hat jedes zweite Handelsbeziehungen mit den USA. Was diese Firmen von TTIP erwarten, zeigt nun eine Umfrage des Instituts für Mittelstandsforschung auf: eine einfachere Zollabfertigung (74 Prozent), einheitlichere Zulassungs- und Zertifizierungsverfahren (66 Prozent) sowie den umfassenden Abbau von Zöllen (64 Prozent).

Zudem rechnen diese großen Familienunternehmen damit, dass die USA binnen drei Jahren Frankreich als ihr wichtigstes Exportland ablösen werden.

Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, betont unterdessen den geopolitischen Aspekt: „Es geht um gute Regeln für die Weltwirtschaft von morgen.“ Das Abkommen werde helfen, Deutschlands Stellung in der Welt zu sichern. „Unser Wohlstand hängt entscheidend von offenen Märkten ab“, so Grillo.

Nachzulesen ist das nun in einer Broschüre, in der sich zahlreiche Wirtschaftsführer eindeutig positionieren: „Wir wollen TTIP“. Das erklären – und begründen – zum Beispiel Kurt Bock (BASF), Marijn Dekkers (Bayer), Volkmar Denner (Bosch), Heinrich Hiesinger (ThyssenKrupp), Joe Kaeser (Siemens), Norbert Reithofer (BMW) und Dieter Zetsche (Daimler).

Über bdi.eu geht’s zum Download.


Mehr zum Thema:

Das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA – über dieses kontroverse Thema berichtet AKTIV immer wieder. Lesen Sie hier, worum es in der aktuellen Debatte geht.

aktualisiert am 31.03.2017

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