Tipp der Woche

Vergleichen lohnt sich


Selbe Ware – selber Preis? Dass es da in der Praxis oft große Unterschiede gibt, wissen diese Obsthändler genau. Foto: getty

Wie man online die Preise purzeln lassen kann

Ob es nun um exotische Früchte geht oder um Waschmaschinen – die gleiche Ware ist oft ein paar Meter weiter billiger zu haben. Oder eben: ein paar Mausklicks weiter!

Für viele ist es schon eine Selbstverständlichkeit, zumindest bei größeren Anschaffungen die Preise per Internet zu vergleichen. Worauf es dabei ankommt, weiß Georg Tryba, von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, der seit Jahren regelmäßig PreissuchMaschinen testet.

Gezielte Suche im Netz

„Man sollte sich vorab genau informieren, welche Ausstattung man tatsächlich benötigt“, rät er. Denn nur wer gezielt bestimmte Modelle oder Typen sucht, kann über die Preisportale schnell Preise der Online-Händler ermitteln. Wer dagegen nicht wirklich weiß, was er will, der ertrinkt dann leicht im Meer von Angeboten, surft stundenlang herum – und hat am Ende womöglich kaum gespart, aber viel Zeit verloren.

„Man sollte die infrage kommenden Produkte bei mindestens zwei bis drei Preisportalen recherchieren“, empfiehlt Tryba weiter. „Zum einen arbeiten die einzelnen Suchmaschinen mit unterschiedlichen Händlern zusammen. Zum anderen kann der Preis von ein und demselben Anbieter je nach Portal unterschiedlich sein.“

Falls möglich, klickt man beim Vergleichen die Option „Preis inklusive Versandkosten“ an. Trotzdem muss man bei den Ergebnislisten genau hinschauen: „Nicht alle angezeigten Preise sind korrekt berechnet“, sagt Tryba, „deshalb bedeutet eine Top-Position in Wirklichkeit nicht immer das günstigste Angebot.“ Wer da sicher gehen will, klickt sich selbst durch die vier, fünf besten Angebote, um den jeweiligen Endpreis zu ermitteln.

Letztlich zählt auch nicht der in einer Ergebnisliste angezeigte Preis, sondern der, den der Verkäufer verlangt: „Man hat keinen Anspruch, den von einem Preisportal ausgewiesenen Preis auch tatsächlich zu erhalten.“

Bei unbekannten Versandhändlern sollte man besser nicht per Vorkasse oder Kreditkarte bezahlen – zu hoch ist die Gefahr, am Ende ohne Ware und ohne Geld dazustehen. Optimal ist es daher, wenn der Händler den Kauf per Lastschrift oder auf Rechnung erlaubt.

Barcode-Scanner im Handy

Clevere Schnäppchenjäger checken den Preis eines Produktes natürlich nicht nur online, sondern auch in Geschäften vor Ort: „Der Kauf im Internet ist keineswegs grundsätzlich billiger als im Einzelhandel“, so Tryba. „Und man sollte etwa bei Haushaltsgeräten überlegen, ob man einen leicht erreichbaren Ansprechpartner für Reparaturen haben möchte.“

Übrigens: Inzwischen gibt es auch Apps, die das Smart- phone zum Barcode-Scanner machen. Mit dem eingelesenen Strichcode kann man noch im Laden einen Online-Preisvergleich starten. Und vielleicht gibt der Anbieter vor Ort ja einen Nachlass, wenn man ihm zeigt, was das gleiche Produkt drei Händler weiter kostet ...

Info: Viele Portale

Preis-Suchmaschinen gibt es viele – hier eine Auswahl. Man sollte stets mehrere dieser Portale einsetzen.

www.billiger.de

www.ciao.de

www.guenstiger.de

www.idealo.de

www.kelkoo.de

www.pricerunner.de

www.shopping.com

www.smartshopping.de

 

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